Gedanken zum Tag – 29. Juli 2026 – Mitt­woch der 17. Woche im Jahreskreis

29. Juli 2026

Liebe Mitmen­schen!

Heute schon gestaunt? 

Zu diesem Thema hat sich die pallot­ti­ni­sche Gruppe „com-unio“ bei einem monat­li­chen Online-Treffen Gedanken gemacht. Zuerst kam uns in den Sinn, dass Kinder ganz unbe­fangen staunen können. Es gehören also eine gewisse Offen­heit und Unbe­fan­gen­heit dazu, die im Alltag oft verloren gehen! Also braucht es Zeit und Gelas­sen­heit, damit ich Dinge, Ereig­nisse, Menschen, Natur­er­schei­nungen … wahr­nehmen kann.

Schon die bibli­schen Psalmen bringen im Lob Gottes das Staunen zum Ausdruck: „Die Himmel erzählen die Herr­lich­keit Gottes“ (Ps 19,2). Joseph Haydn hat zu diesem Gotteslob z.B. ein stau­nens­wertes Orato­rium komponiert.

Viel­fäl­tige Momente und Situa­tionen lassen uns inne­halten und wahr­nehmen, wenn etwas geschieht, das uns über­steigt: die Schön­heiten der Natur, ein Regen­bogen, ein Sonnen­auf­gang, Wolken­for­ma­tionen, das Erwa­chen der Natur im Früh­jahr, beson­dere Begeg­nungen und Über­ra­schungen, das Durch­stehen von schwie­rigen Lebens­phasen, …! Die Aufzäh­lung lässt sich indi­vi­duell fortsetzen.

Um staunen zu können, ist eine gewisse dank­bare Grund­ein­stel­lung hilf­reich: „Sich freuen heißt, ausschauen nach Gele­gen­heiten zur Dank­bar­keit“, formu­lierte Karl Barth. Das kann mir auch helfen, Gottes Wirken in meinem Leben neu wahr­zu­nehmen, die Erfah­rung, sich von ihm getragen zu wissen, macht dankbar und bringt mich – beson­ders in der Rück­schau – zum Staunen!

Unser Treffen hat gezeigt: Stau­nens­wertes wahr­zu­nehmen, kann den Blick auf andere Menschen, Gott und die Welt positiv verän­dern, weil es mehr ist als ein kurzes Stroh­feuer. Das brachten wir in einem abschlie­ßenden Dank­gebet zum Ausdruck.

Ich wünsche uns allen, dass jede und jeder täglich mit offenen Sinnen durchs Leben geht und das Staunen nicht verliert.

(Siehe auch: www.com-unio.de!)

Vero­nika Rademacher

(Gemeinde St. Martinus)

 

 

Noch ein Hinweis in eigener Sache:

Wenn Sie, liebe Lese­rinnen und Leser, auch solche Gedanken über das Leben oder über irgend­etwas anderes haben, schreiben Sie es auf und schi­cken es uns. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Falls Sie in Ihrem Beitrag (ausnahms­weise!) fremde Texte/Textteile verwenden, beachten Sie bitte UNBEDINGT die Urheberrechte.

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