Liebe Mitmenschen!
Heute schon gestaunt?
Zu diesem Thema hat sich die pallottinische Gruppe „com-unio“ bei einem monatlichen Online-Treffen Gedanken gemacht. Zuerst kam uns in den Sinn, dass Kinder ganz unbefangen staunen können. Es gehören also eine gewisse Offenheit und Unbefangenheit dazu, die im Alltag oft verloren gehen! Also braucht es Zeit und Gelassenheit, damit ich Dinge, Ereignisse, Menschen, Naturerscheinungen … wahrnehmen kann.
Schon die biblischen Psalmen bringen im Lob Gottes das Staunen zum Ausdruck: „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes“ (Ps 19,2). Joseph Haydn hat zu diesem Gotteslob z.B. ein staunenswertes Oratorium komponiert.
Vielfältige Momente und Situationen lassen uns innehalten und wahrnehmen, wenn etwas geschieht, das uns übersteigt: die Schönheiten der Natur, ein Regenbogen, ein Sonnenaufgang, Wolkenformationen, das Erwachen der Natur im Frühjahr, besondere Begegnungen und Überraschungen, das Durchstehen von schwierigen Lebensphasen, …! Die Aufzählung lässt sich individuell fortsetzen.
Um staunen zu können, ist eine gewisse dankbare Grundeinstellung hilfreich: „Sich freuen heißt, ausschauen nach Gelegenheiten zur Dankbarkeit“, formulierte Karl Barth. Das kann mir auch helfen, Gottes Wirken in meinem Leben neu wahrzunehmen, die Erfahrung, sich von ihm getragen zu wissen, macht dankbar und bringt mich – besonders in der Rückschau – zum Staunen!
Unser Treffen hat gezeigt: Staunenswertes wahrzunehmen, kann den Blick auf andere Menschen, Gott und die Welt positiv verändern, weil es mehr ist als ein kurzes Strohfeuer. Das brachten wir in einem abschließenden Dankgebet zum Ausdruck.
Ich wünsche uns allen, dass jede und jeder täglich mit offenen Sinnen durchs Leben geht und das Staunen nicht verliert.
(Siehe auch: www.com-unio.de!)
Veronika Rademacher
(Gemeinde St. Martinus)
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