Nichts treibt mich, vieles bewegt mich
Ein sonniger Frühlingsmorgen:
Beim Erwachen scheinen schon die ersten Sonnenstrahlen durch mein Fenster. Von draußen dringt Vogelgezwitscher an mein Ohr. Ich ordne meine Gedanken und stelle wieder einmal fest, wie wunderschön es ist, mit viel Zeit den Tag zu beginnen. Ich danke Gott dafür und bitte ihn für all mein Sein und Tun an diesem neu geschenkten Tag um Vertrauen, Kraft und Mut.
Was wird mich heute bewegen?
Auf jeden Fall der Sportkurs den ich besuchen werde. Er wird von mir motorische und auch kognitive Beweglichkeit fordern.
Doch da ist auch noch die Interaktion mit der Kursleiterin und den anderen Sportinteressierten. Dieses soziale Miteinander ist ein zusätzlicher Gewinn für Körper, Geist und Seele.
Die einzelnen Übungen sind in ihren Ausführungen klar definiert, aber die Intensität, die Kraftanstrengung und die Ausdauer, die ich da hineinlege, ist mir überlassen.
Dabei lasse ich mich nicht treiben, aber sehr gerne bewegen!
Ansonsten werden mich auf jeden Fall die Weltnachrichten bewegen, ebenso Menschen, die ich treffe, das Buch, welches ich aktuell lese, meine Familie, das Wetter, die Geschehnisse und die Strukturen in der katholischen Kirche, eine spannende Fernsehsendung, eine Wanderung in der Natur, meine Hobbys, vielleicht auch ein Stuhl – nicht nur, weil er mir im Wege steht!
Ganz sicher werden mich meine eigenen Gedanken, Einstellungen und Fragen bewegen.
Und ganz bestimmt wird mich auch heute, wie an jedem Tag meine Beziehung zu Gott bewegen, die oftmals wie ein kindliches Ballspiel ist. Mal liegt der Ball in meinem Feld, mal liegt er in Gottes Feld, mal wird er hin und her geworfen. Und manchmal fliegt er auch einfach ins aus.
Je bewusster ich mir meiner bewegenden Gedanken und Handlungen bin, desto gezielter und konstruktiver kann ich mich entscheiden, wie ich damit umgehen möchte.
Lasse ich mich treiben, im Sinne von „ich muss“ oder lasse ich mich berühren und bewegen und eröffne mir damit die Chance von Mitbestimmung und Mitgestaltung.
Wie auch immer…
Doch ohne Gott geht’s nimmer!
Mariele Quast
(Thieringhausen)
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