Gedanken zum Tag – 26. April 2026 – 4. Sonntag der Osterzeit

26. Apr. 2026

Viel­leicht haben Sie sich schon einmal gefragt, wer dieser junge Erwach­sene ist, den Sie bei heiligen Messen oder anderen Gele­gen­heiten als Mess­diener gesehen haben?

Ich selbst wurde in der Oster­nacht getauft, eine Woche vor meiner Erst­kom­mu­nion, damals noch als Schüler. In der heutigen ersten Lesung aus der Apos­tel­ge­schichte fragt die Menge Petrus: „Was sollen wir tun?” Petrus antwortet: Kehrt um und lasst euch taufen. In der Lesung heißt es, es seien 3.000 Menschen Teil der neuen Gemein­schaft geworden. Ein Vergleich aus unserer Zeit: In der Oster­nacht 2026 ließen sich allein in Frank­reich 21.000 Menschen taufen, davon 13.000 Erwachsene.

Während meines Studiums in Münster (BWL) lernte ich in der St. Aegidii-Kirche (Beitrags­bild) den „außer­or­dent­li­chen Mess­ritus“ kennen – eine präch­tige und tradi­ti­ons­reiche Form der Liturgie.

Das heutige Evan­ge­lium nach Johannes zeigt uns Jesus als den guten Hirten – als die Tür, durch die man ein- und ausgeht. Nach meinem Studium, das mich in viele Städte und Gemein­schaften geführt hat, bin ich jetzt wieder in Olpe.

Dieser Sonntag trägt noch einen weiteren Namen: Der 63. Welt­ge­betstag um geist­liche Beru­fungen, der im deutsch­spra­chigen Raum unter dem Leit­wort „In der Liebe verwur­zelt” steht. Papst Leo XIV. hat dazu eine Botschaft veröf­fent­licht mit dem Titel „Die Entde­ckung der Gabe Gottes in unserem Inneren”. Er schreibt, Beru­fung sei niemals etwas Aufer­legtes oder ein vorge­ge­benes Raster, in das man sich einfügen muss, sondern ein Plan der Liebe und des Glücks. Und er erin­nert daran, dass eine Beru­fung kein starres Ziel, sondern ein Prozess ist.

Und Beru­fung bedeutet ja nicht nur Pries­tertum oder Ordens­leben. Auch die Ehe ist eine Beru­fung, ein Ja zu einem Menschen, das man nicht voll­ständig plant, sondern das wächst. Ich selbst habe dieses Ja gespro­chen. Beru­fung hat also viele Gesichter: Sie kann ein Mess­ge­wand sein, ein Ehering, ein Dienst in der Gemeinde – oder einfach die Entschei­dung, hier zu bleiben und anzufangen.

Viel­leicht sieht man sich das ein oder andere Mal nochmal in der heiligen Messe. Bis dahin!

Maxi­mi­lian Hanisch

(Olpe)

 

 

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