Gedanken zum Tag – 03. Mai 2026 – 5. Sonntag der Osterzeit

3. Mai 2026

Grüß Gott, du schöner Maien, da bist du wiedrum hier.
Tust Jung und Alt erfreuen mit deiner Blumenzier!

Dieses 500 Jahre alte Volks­lied hat es mir in diesen Tagen beson­ders angetan. Jetzt, wo die Natur explo­diert und in allen Farben blüht, kommt mein roman­ti­sches Herz so richtig in Stimmung.
…und das Lied hat einen so wunder­baren Text, zu allen Zeiten gültig. Seine Melodie ist stark. Es erklingt in einer strah­lenden Dur-Tonart. Farben, Leben, Freude, Wärme, Zukunft, Zuver­sicht…. das alles ist es, was mir in diesen Tagen guttut. Denn die tägli­chen Nach­richten und Meldungen bedrü­cken mich und ziehen herunter.

Die kalten Wind´ verstummen, der Himmel ist gar blau,
die lieben Bien­lein summen daher auf grüner Au.

Kalt sind die Winde in Gesell­schaft und Politik, und beson­ders in den vielen aktu­ellen Kriegen.

Und da hat mir vor kurzem das mutige Wort unseres Papstes Leo beson­ders gefallen. Wer erhebt heute noch mutig seine Stimme für Nächs­ten­liebe, Huma­nität und ein fried­volles Mitein­ander der Völker. Unser Papst! Ist er der einzige?

Ich bemerke auch bei mir eine Diskre­panz zwischen Natur­liebe und inkon­se­quentem eigenen Verhalten. Der Schutz von Mensch und Natur, das Eintreten für Benach­tei­ligte, die Hilfe in der eigenen nahen Umge­bung, sie kommen oft zu kurz. Müsste ich nicht viel stärker meine Stimme erheben, mich soli­da­ri­sieren und öffent­lich meine Meinung kundtun?

Doch eins ist mir auch sehr wichtig: Mein Inneres muss ausge­gli­chen sein. Ein ruhender Pol in mir kann etwas bewegen und dann aktiv sein, wenn es nötig wird.

Das Singen ist so etwas, was mich im Inneren bewegt. Von kleinster Kind­heit hat es mich begleitet, abends im Bett und zusammen mit meiner Schwester. Bei uns wurde kräftig gesungen, zu Hause und in der Kirche. Mein Vater spielte gerne die aktu­ellen Kirchen­lieder auf der kleinen Heim­orgel. Später sagte man mir, du hast aber eine schöne Stimme. Melo­dien aus dem Radio habe ich schnell auf Tasten zu Gehör gebracht. Das Singen und das Klavier­spiel haben mich als Person stark gemacht, mir einen Weg in die Welt aufgezeigt.

Singen in Gemein­schaft stärkt und ist gesund­heit­lich von hohem Wert. Wir sollten diese Form des Musi­zie­rens wieder mehr schätzen. Die wunder­baren Früh­lings­lieder laden jetzt gerade dazu ein.
So möchte ich auch Ihnen ans Herz legen — Singen Sie einmal wieder
Es ist keines­wegs altmo­disch mit nichts­sa­genden Texten:

Eine schöne Gele­gen­heit dazu bietet sich im Mutter­haus der Fran­zis­ka­ne­rinnen an:
Frühlingslieder/Mailiedersingen,
Sonntag, 3. Mai (heute!) um 14.30 – 16 Uhr, Mutter­haus der Franziskanerinnen
Mein Part ist die Klavierbegleitung.

Herz­lich Ihr Dieter Moers
(Kantor i.R.)

Noch ein Hinweis in eigener Sache:

Wenn Sie, liebe Lese­rinnen und Leser, auch solche Gedanken über das Leben oder über irgend­etwas anderes haben, dann schreiben Sie es auf und schi­cken es uns. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Falls Sie in Ihrem Beitrag (ausnahms­weise!) fremde Texte/Textteile verwenden, beachten Sie bitte UNBEDINGT die Urheberrechte.

Sie können uns schreiben unter gedankenzumtag@gmx.de .

 

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