Gedanken zum Tag – 30. September 2026 – Mitt­woch der 26. Woche im Jahreskreis

30. Sep. 2026

Vor einigen Tagen feierte die katho­li­sche Kirche den Gedenktag der Heiligen Cosmas und Damian. Für manche zwei viel­leicht eher unbe­kannte Heilige, von denen man zwar mal etwas gehört hat, aber nie wirk­lich etwas verbinden konnte. Für andere ganz bedeu­tende Heilige als Schutz­pa­trone der Ärzte und Apotheker.

Cosmas und Damian hatten einen ganz entschei­denden Aspekt in ihrem Leben. Als Christen waren sie bescheiden, mussten aber auch immer wieder neue Wege einschlagen, da sie noch zur Zeit der Chris­ten­ver­fol­gung lebten und stets Gefahr liefen, dieser zum Opfer zu fallen, was schluss­end­lich auch geschah. Das bringt mich stets zum Nachdenken.

Auch ich beginne bald mit meinem Medi­zin­stu­dium und schlage einen neuen Weg ein. In unserer Welt, die heute so viel auf Leis­tung und Erfolg fokus­siert ist, kommen dann schnell Zweifel.

Nicht unbe­dingt die Klas­si­schen, es geht schon klein los: Hoffent­lich finde ich in diesem gigan­ti­schen Unikli­ni­kum­kom­plex den Hörsaal, hoffent­lich gewöhne ich mich schnell an ein Groß­stadt­leben, etc.

Das sind bestimmt alles berech­tigte Gedanken, doch ich versuche mir dann immer vor Augen zu führen, wie es beispiels­weise für Cosmas und Damian gewesen sein muss, die mitunter um ihr Leben fürchten mussten. Sie haben im Vertrauen auf Christus immer nach vorne geblickt und wussten sich in seiner Hand sicher geborgen. Sie fürch­teten sich nicht davor, einfach einen neuen Weg, auch mit unbe­kanntem Ausgang, zu gehen.

Ebenso dürfen auch wir heute immer darauf vertrauen, dass Christus bei uns ist. Wir müssen nur akzep­tieren, dass es nicht immer so verläuft, wie wir uns das wünschen.

Christus versprach uns „Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28,20). So müssen wir auch immer bedenken: Gottes Wege sind uner­gründ­lich, aber sie führen immer zum Ziel. In diesem Sinne wünsche ich uns allen die Gelas­sen­heit und das Vertrauen, vor neuen Wegen und Aufgaben keine Angst zu haben und sie zu betreten, denn Gott ist an unserer Seite.

Tom Reißner
(Gemein­de­mit­glied)

 

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