Gedanken zum Tag – 27. September 2026 – 26. Sonntag im Jahreskreis

27. Sep. 2026

Auf der Suche – Entde­cken und Erkennen

Das Thema „Auf der Suche“ möchte ich unter dem Aspekt „Suchen und Finden in verschie­denen Lebens­lagen“ betrachten. Kurze Denk­an­stöße aus unter­schied­li­chen Blick­win­keln lassen sich indi­vi­duell weiter vervollständigen.

Wenn ich auf der Suche bin, kann das heißen:

• dass ich etwas verloren habe und wieder­finden möchte, 
• dass ich etwas Neues, Unbe­kanntes entde­cken möchte, 
• dass mir etwas fehlt, mir dessen aber nicht bewusst bin und ich erst im Nach­hinein erkenne, dass ich es gefunden habe,
• dass ich mit perfek­tio­nis­tisch einge­engtem Blick nach etwas suche und dabei über­sehe, dass sich das Gesuchte bereits offen­bart hat, ich es nicht erkannt habe und es an mir habe vorbei­ziehen lassen.

Suchen und Finden haben auch etwas mit Mut zu tun. Eine Gele­gen­heit, die sich mir jetzt bietet, beim Schopfe fassen, ein Wagnis eingehen, jetzt zugreifen, jetzt handeln!

Die Suche kann sich auf Gegen­ständ­li­ches beziehen, auf Dinge, die man anfassen und sehen kann (z.B. Schlüssel, Brille).

Sie kann sich auf Werte oder Personen beziehen, auf Dinge, die unbe­zahlbar und nicht käuf­lich sind:

Menschen, die einem guttun — sinn­stif­tende Aufgaben, ein Ehrenamt — ein Beruf und eine Arbeits­stelle — ein Partner oder eine Part­nerin mit Charakter und inneren Werten.
Orien­tie­rung — Antworten nach dem Sinn des Lebens — Heimat — Wahr­heit und Glauben. Liebe — Freund­schaft — zwischen­mensch­liche Bezie­hungen — Frieden.

Schließ­lich geht es auch um die Suche nach sich selbst und dem Sich-Befreien von tägli­chen Belas­tungen. So kann man zum Beispiel beson­ders beim Wandern und Pilgern seinen Gedanken Raum zur Entfal­tung geben; schöp­fe­ri­sche Kräfte, die im Menschen liegen, werden dabei frei­ge­setzt und lassen sich mit aufmerk­samem In-sich-Hinein­hören aufspüren.

Sich absichtslos auf etwas einzu­lassen, kann plötz­lich eine wahre Entde­ckung offenbaren.

Abschließen möchte ich meine Über­le­gungen mit einem Zitat von Augustinus:

“Du hast uns auf dich hin geschaffen, o Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.”

Diese Unruhe ist Sinn­bild für das lebens­lange Auf-der-Suche-sein und des sich immer wieder Neu-Ausrich­tens im Leben. Am Ende ist Gott unser Ruhepol, irdi­sche Dinge können das Verlangen unseres Herzens nicht dauer­haft stillen.

Tauchen Sie ein in die Suche nach Erfül­lung und innerem Frieden und lassen Sie sich finden mit Ihren Gedanken!

Helga Gockel
(Gemein­de­mit­glied in Bad Lipp­springe / in Olpe)

 

Noch ein Hinweis in eigener Sache:

Wenn Sie, liebe Lese­rinnen und Leser, auch solche Gedanken über das Leben oder über irgend­etwas anderes haben, dann schreiben Sie es auf und schi­cken es uns. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Falls Sie in Ihrem Beitrag (ausnahms­weise!) fremde Texte/Textteile verwenden, beachten Sie bitte UNBEDINGT die Urheberrechte.

Sie können uns schreiben unter gedankenzumtag@gmx.de .

 

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