Auf der Suche – Entdecken und Erkennen
Das Thema „Auf der Suche“ möchte ich unter dem Aspekt „Suchen und Finden in verschiedenen Lebenslagen“ betrachten. Kurze Denkanstöße aus unterschiedlichen Blickwinkeln lassen sich individuell weiter vervollständigen.
Wenn ich auf der Suche bin, kann das heißen:
• dass ich etwas verloren habe und wiederfinden möchte,
• dass ich etwas Neues, Unbekanntes entdecken möchte,
• dass mir etwas fehlt, mir dessen aber nicht bewusst bin und ich erst im Nachhinein erkenne, dass ich es gefunden habe,
• dass ich mit perfektionistisch eingeengtem Blick nach etwas suche und dabei übersehe, dass sich das Gesuchte bereits offenbart hat, ich es nicht erkannt habe und es an mir habe vorbeiziehen lassen.
Suchen und Finden haben auch etwas mit Mut zu tun. Eine Gelegenheit, die sich mir jetzt bietet, beim Schopfe fassen, ein Wagnis eingehen, jetzt zugreifen, jetzt handeln!
Die Suche kann sich auf Gegenständliches beziehen, auf Dinge, die man anfassen und sehen kann (z.B. Schlüssel, Brille).
Sie kann sich auf Werte oder Personen beziehen, auf Dinge, die unbezahlbar und nicht käuflich sind:
Menschen, die einem guttun — sinnstiftende Aufgaben, ein Ehrenamt — ein Beruf und eine Arbeitsstelle — ein Partner oder eine Partnerin mit Charakter und inneren Werten.
Orientierung — Antworten nach dem Sinn des Lebens — Heimat — Wahrheit und Glauben. Liebe — Freundschaft — zwischenmenschliche Beziehungen — Frieden.
Schließlich geht es auch um die Suche nach sich selbst und dem Sich-Befreien von täglichen Belastungen. So kann man zum Beispiel besonders beim Wandern und Pilgern seinen Gedanken Raum zur Entfaltung geben; schöpferische Kräfte, die im Menschen liegen, werden dabei freigesetzt und lassen sich mit aufmerksamem In-sich-Hineinhören aufspüren.
Sich absichtslos auf etwas einzulassen, kann plötzlich eine wahre Entdeckung offenbaren.
Abschließen möchte ich meine Überlegungen mit einem Zitat von Augustinus:
“Du hast uns auf dich hin geschaffen, o Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.”
Diese Unruhe ist Sinnbild für das lebenslange Auf-der-Suche-sein und des sich immer wieder Neu-Ausrichtens im Leben. Am Ende ist Gott unser Ruhepol, irdische Dinge können das Verlangen unseres Herzens nicht dauerhaft stillen.
Tauchen Sie ein in die Suche nach Erfüllung und innerem Frieden und lassen Sie sich finden mit Ihren Gedanken!
Helga Gockel
(Gemeindemitglied in Bad Lippspringe / in Olpe)
Noch ein Hinweis in eigener Sache:
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