Gedanken zum Tag – 13. September 2026 – 24. Sonntag im Jahres­kreis – Caritassonntag

13. Sep. 2026

Heute, am 13. September, feiern wir in unserem Pasto­ralen Raum den Caritas-Sonntag. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“.

Wenn ich auf meinen Alltag schaue, begegnen mir immer wieder Situa­tionen, die genau das zeigen: Die Enkelin erklärt dem Groß­vater die Funk­tionen seines Smart­phones. Eine Mitar­bei­terin in der Offenen Tür (OT) oder in der Firm­vor­be­rei­tung hört einem Jugend­li­chen zu, der gerade Sorgen hat. Jemand bringt einer kranken Person einen Einkauf vorbei. Es sind oft keine großen Taten, sondern kleine Zeichen der Aufmerk­sam­keit. Doch genau dort wird spürbar, was das Motto meint: Gemeinsam geht mehr als allein.

In einer Zeit, in der vieles ausein­an­der­zu­driften scheint und Menschen unter­schied­li­cher Gene­ra­tionen oder Lebens­welten sich manchmal fremd werden, setzt die Caritas bewusst ein anderes Zeichen. Sie lädt dazu ein, aufein­ander zuzu­gehen, zuzu­hören und vonein­ander zu lernen. Erfah­rungen der Älteren und Ideen der Jüngeren sind kein Gegen­satz, sondern eine Bereicherung.

Auch unsere Kirchen­ge­meinden leben von diesem Gedanken. Kinder und Jugend­liche, Fami­lien, Menschen im Berufs­leben und Senio­rinnen und Senioren – jede und jeder bringt etwas mit, das für die Gemein­schaft wert­voll ist. Kirche wird dort lebendig, wo Menschen ihre Zeit, ihre Fähig­keiten und ihr Herz fürein­ander einsetzen.

Der Caritas-Sonntag lädt uns deshalb zu einer einfa­chen Frage ein: Wo kann ich dazu beitragen, dass „gemeinsam“ gelingt? Viel­leicht durch einen Besuch, ein offenes Ohr, ein ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment oder einfach durch die Bereit­schaft, einem anderen Menschen mit Wert­schät­zung zu begegnen.

Wie vieler­orts in unserem Bistum gestalten auch in unserem Pasto­ralen Raum Mitar­bei­te­rinnen der Cari­tas­kon­fe­renzen die Gottes­dienste am Caritas-Sonntag mit. Sie leben das Mitein­ander, von dem die dies­jäh­rige Kampagne spricht, und schenken vielen Menschen Zeit, Aufmerk­sam­keit und Nähe.

Das folgende Gebet greift diesen Gedanken auf. Nehmen wir es mit in diesen Tag – und viel­leicht auch darüber hinaus:

Zwei Schuhe
Ein kleiner Schuh. Ein großer Schuh.
Der eine erzählt von Aufbruch, der andere von Erfahrung.
Der eine fragt. Der andere erinnert.
Der eine geht schnell. Der andere kennt den Weg.
Jeder für sich ist nur ein einzelner Schuh. Erst zusammen entsteht Bewegung.
So hat Gott seine Menschen gedacht: nicht gegen­ein­ander, nicht neben­ein­ander, sondern miteinander.
Die einen bringen Kraft, die anderen Gelassenheit.
Die einen neue Ideen, die anderen bewährte Erfahrungen.
Die einen Zeit, die anderen Tatkraft.
Und manchmal wech­seln die Rollen.
Gott, lass uns erkennen, dass niemand alles hat, aber jeder etwas schenken kann.
Lass uns entde­cken, wie viel möglich wird, wenn wir einander vertrauen.
Denn: Zusammen geht was.

Elke Hippler
(Gemein­de­mit­glied)

 

Noch ein Hinweis in eigener Sache:

Wenn Sie, liebe Lese­rinnen und Leser, auch solche Gedanken über das Leben oder über irgend­etwas anderes haben, dann schreiben Sie es auf und schi­cken es uns. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Falls Sie in Ihrem Beitrag (ausnahms­weise!) fremde Texte/Textteile verwenden, beachten Sie bitte UNBEDINGT die Urheberrechte.

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