Gedanken zum Tag – 31. Mai 2026 – Dreifaltigkeitssonntag

31. Mai 2026

“Wenn es dir guttut, dann komm!” (Hl. Franziskus)

Dieses Leit­wort der Wall­fahrts­zeit 2026 ist ange­lehnt an den heiligen Fran­ziskus von Assisi, dessen der 800. Todestag in diesem Jahr begangen wird. Das Team der Wall­fahrts­seel­sorger in Werl erklärt: „Fran­ziskus verstand Spiri­tua­lität als eine Lebens­hal­tung, die Freude, Frieden und Wohl­be­finden schenkt – ein Ansatz, der bis heute viele Menschen anspricht. Wer ihm folgt, soll spüren, dass Glaube und Gebet nicht Last, sondern Quelle der Lebens­kraft sein können.“ Mit Offen­heit und Herz­lich­keit habe Fran­ziskus Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet. Das an die Worte von Fran­ziskus ange­lehnte Leit­wort lade dazu ein, den eigenen Weg zur Wall­fahrt bewusst zu gehen, ohne Zwang, aber mit der Möglich­keit, seeli­sche und spiri­tu­elle Stär­kung zu erfahren.

Auch die Pilger aus dem Olper Raum besu­chen vom 2. bis 5.Juli 2026 anläss­lich des Festes Mariä Heim­su­chung wieder die “Trös­terin der Betrübten” in Werl. In den Wirren des Sieben­jäh­rigen Krieges (1756–1763) sind gläu­bige Menschen aus dem Olper Land 1760 um ersten Mal nach Werl zum Gnaden­bild der Mutter­gottes gepil­gert, um für ein Ende des Drangsals zu beten. Der Marsch durch die feind­li­chen Linien ist sehr gut darge­stellt auf dem großen Bild im linken Arka­den­gang des Vorhofs der Wall­fahrts­ba­si­lika. Das Bild zeigt die Gnaden­mutter über der von einer Befes­ti­gungs­mauer umge­benen Stadt Werl. In einer Prozes­sion ziehen die Pilger aus dem Olper Land mit einer großen Kerze – vorbei an den bela­gernden fran­zö­si­schen Soldaten – in die Stadt ein.

In einem Morgen­im­puls am 12. Mai 2026 sagte Sr. Katha­rina: „Wall­fahren tut der Seele gut!“ Sie erzählte von einer Wall­fahrt aus dem Eichsfeld nach Wall­dürn, die es seit 1683 gibt, als die Eichsfelder um die Verscho­nung vor der Pest bitten wollten. Was bewegt Menschen, einen anstren­genden Weg voller Entbeh­rungen und körper­li­cher Stra­pazen auf sich zu nehmen – in einer Zeit bitterer Armut, körper­lich schwerer Arbeit und Not? Etwas hassen wie die Pest und dann nicht dagegen hetzen, tönen und lamen­tieren, sondern auf Wall­fahrt gehen, mitein­ander singen und beten und alle Sorgen und Nöte Gott anver­trauen und sich gegen­seitig stützen und stärken: Diese Art und Weise veraltet nie und sie braucht Menschen, die ein unglaub­li­ches Gott­ver­trauen haben und einen Glauben, der über den kleinen Alltag hinausgeht.

Erzbi­schof Dr. Udo Markus Bentz sagte vor kurzem: „Bei der Wall­fahrt nach Werl treten Menschen aus ihrem Alltag heraus, erkennen sich selbst als sehn­süch­tige und bedürf­tige Menschen, aber auch als Menschen, die Dank sagen können, für etwas, das sie selbst empfangen haben – und das ihnen Hoff­nung schenkt.“

Im Sinne des Leit­wortes der dies­jäh­rigen Wallfahrt:

Wenn es dir guttut, dann komm mit dem, was dich bewegt und lass dich stärken!
Wenn es dir guttut, dann komm/fahr mit nach Werl!
Wenn es dir guttut, dann mach es!

Mach dich auf den Weg, um zu erleben, wie gut das tut!

Heinz Heider
(Mitglied im Orga-Team der Olper Werlwallfahrt)

 

Noch ein Hinweis in eigener Sache:

Wenn Sie, liebe Lese­rinnen und Leser, auch solche Gedanken über das Leben oder über irgend­etwas anderes haben, dann schreiben Sie es auf und schi­cken es uns. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Falls Sie in Ihrem Beitrag (ausnahms­weise!) fremde Texte/Textteile verwenden, beachten Sie bitte UNBEDINGT die Urheberrechte.

Sie können uns schreiben unter gedankenzumtag@gmx.de .

 

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner