Gedanken zum Tag — 26. Oktober 2022 — Mitt­woch der 30. Woche im Jahreskreis

Rosen­kranz

Einen Rosen­kranz besitzen wohl die meisten von uns. Er ist, denke ich, auch heute noch ein typi­sches Geschenk zur Erst­kom­mu­nion. Bei Bestat­tungen gibt es auch den Brauch, dem Verstor­benen einen Rosen­kranz in die Hände zu legen. Auch viele haben schon einmal Teile davon gebetet. Ich persön­lich bete den schmerz­haften Rosen­kranz in der Regel am Karfreitag beim Gang von der Kreuz­ka­pelle zur 1. Station des Kreuz­wegs auf dem Kreuzberg.

Aber wie häufig beten wir über­haupt noch den Rosen­kranz. Hat er für uns im Alltag noch eine Bedeu­tung? Wer von uns kennt die einzelnen Gesätze? Ich kenne auswendig nur die Gesätze des schmerz­haften Rosenkranzes.

Mir hilft es beson­ders, wenn ich vor einer schwie­rigen Aufgabe stehe oder um mich von den Sorgen und Ängsten des Alltags abzu­lenken, das Ave Maria mit den Gesätzen zu beten. Die Wieder­ho­lungen des bekannten Gebets haben etwas Medi­ta­tives. Gleich­zeitig bleibt man doch konzen­triert durch das Gesätz, das an der rich­tigen Stelle einge­fügt werden sollte und auch nach einer bestimmten Zahl wechselt.

Viel­leicht hilft es Ihnen ja auch, einmal den Rosen­kranz oder Teile davon zu beten. Schaden wird es wohl nicht. Gerade der Oktober bietet sich hierfür an, da dann die katho­li­sche Kirche den Rosen­kranz­monat feiert. Er ist neben dem Mai ein weiterer Mari­en­monat im Jahr. Das Rosen­kranz­fest findet am 7. Oktober statt. Ein passendes Lied mit einer sehr schönen Melodie ist die Nr. 820 „Rosen­kranz­kö­nigin“ aus dem Gotteslob. Am heutigen Mitt­woch wird beispiels­weise in der Heilig-Geist-Kirche um 18 Uhr der Rosen­kranz gebetet.

Viel­leicht sehen wir uns.

Simon Rade­ma­cher
(Spre­cher Gemein­de­aus­schuss Heilig Geist Olpe)

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