Auch in diesem Jahr hat unser Gemeindeteam in Zusammenarbeit mit den Kommunionkindern, dem Kindergarten und Privatpersonen wieder einen Familienkreuzweg in Neuenkleusheim gestaltet. Auf dem Weg von der Kirche bis zur Kapelle in der Beismicke, konnten die Besucher den Leidensweg Jesu nachempfinden. Große Bilder, leicht verständliche Texte und vielseitige Aktionen ließen den Weg auch für die Jüngsten kurzweilig und vor allem lehrreich werden.
Bei jeder Station gab es außerdem einen Blick auf die Frage: “Und wie sieht es heute aus?”, sodass immer wieder der Bezug zur Gegenwart hergestellt wurde.
So auch bei der Station “Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern”.
Hier wurden die Kreuzwegbesucher aufgefordert darüber nachzudenken, welches Kreuz sie mit sich herumtragen, also was sie persönlich derzeit belastet.
In einem Stichwort sollte diese Belastung auf einen Holzbalken geschrieben werden.
Viele große und kleine Menschen haben sich beteiligt, sodass am Ende kaum eine freie Stelle übrigblieb.
Während in Kinderschrift überdurchschnittlich oft das Wort “Schule” aufgeschrieben wurde, so war es bei den Erwachsenen die Aussage “allen Anforderungen und Erwartungen gerecht werden”.
Aber auch Themen wie “ausgeschlossen werden” und “Streit” empfinden die Kinder als belastend, während die Erwachsenen sich um ihre Familienmitglieder sorgen oder Angst um die gesellschaftlichen Entwicklungen haben.
Ich fand es sehr spannend zu sehen, was die Kreuzwegbesucher beschäftigt und welches symbolische Kreuz sie tragen. In vielen Ängsten konnte ich mich auch selbst wiederfinden.
Ich hoffe sehr, dass die Besucher unseres Familienkreuzweges am Ende ein wenig entlasteter nach Hause gegangen sind, dass ihnen die vielen Gebete, Texte und Aktionen geholfen haben, dass sie gespürt haben, dass sie ihr Kreuz nicht alleine tragen müssen und dass sie Gottes Nähe fühlen konnten.
Nadja Stahl
(Mitglied im Gemeindeteam Neuenkleusheim)

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