Gedanken zum Tag — 24. Juni 2026 — Geburt des Hl. Johannes des Täufers

24. Juni 2026

Vor einiger Zeit machten meine Frau und ich eine „Halden­tour“ im Ruhr­ge­biert. Dabei besuchten wir auch die Halde der Zeche Prosper Haniel bei Bottrop, weil dort hinauf ein unge­wöhn­li­cher Kreuzweg (1995 einge­weiht) führt und sich oben auf einem Plateau auch ein Gipfel­kreuz befindet. 

Die 15 Stationen des Kreuz­weges geleiten Besu­cher zu jeder Jahres­zeit auf den Gipfel – eine jede markiert von einer Kupfer­tafel mit der Darstel­lung der Leiden Christi und einem Arbeits­gerät aus der Welt der Berg­leute. Das Halden­kreuz selbst erin­nert an den Besuch von Papst Johannes Paul II. am 2. Mai 1987 auf Prosper-Haniel. An Karfreitag gibt es seit den 90er-Jahren eine sehr gut besuchte Prozes­sion über den Kreuzweg hinauf zum Gipfel­kreuz. 

Auf den Kupfer­ta­feln fanden sich inter­es­sante „Gedanken“ und Zitate, die ich auszugs­weise zum „Nach­denken“ hier wiedergebe:

IV. Station: Jesus begegnet seiner Mutter

„Die Lebens­kraft des Ruhr­ge­bietes ist die Soli­da­rität. Bei aller gefor­derten Sach­ge­rech­tig­keit muss stets die Achtung vor der unan­tast­baren Würde des Menschen bestim­mend sein, nicht nur der einzelnen Arbeiter, sondern auch ihrer Fami­lien, nicht nur der Menschen von heute, sondern der kommenden Generationen.“

(Papst Johannes Paul II.)

VI. Station: Vero­nika hält das Schweißtuch

„Wir können das Antlitz Gottes nicht sehen, aber wir können ihn in seiner Hinwen­dung zu uns erfahren, wenn wir das Antlitz unseres Nächsten ehren, des anderen, der uns mit seinen Nöten in Anspruch nimmt.“

(Papst Fran­ziskus)

VIII. Station: Weinende Frauen

„Der Christ darf sich nicht gleich­gültig verhalten gegen­über Zuständen im natür­li­chen Leben. 

(Niko­laus Groß, Berg­mann, Opfer der Nationalsozialisten)

X. Station: Berau­bung der Kleider

„Der Mensch ist mehr wert durch das, was er ist, als durch das, was er hat.“

(II. Vati­ka­ni­sches Konzil, 1965)

XI. Station: Angekommen

„Unser Glaube aber ist stark, die Hoff­nung groß und hoffent­lich die Liebe so bren­nend heiß, daß sie Berge versetzen kann.“

(Gott­fried Könzgen, Arbei­ter­se­kretär, Opfer der Natio­nal­so­zia­listen) 

XV. Station: Auferstehung

… und er hat sein helles Licht bei der Hand (aus einem alten Bergmannslied)

„Haltet das Licht des Lebens, das Licht Eures Glau­bens, fest in Herz und Hand! Dann braucht Ihr um das Morgen nicht zu bangen.

Gott segne Euch! Glück auf!“

(Papst Johannes Paul II.)

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Heinz Heider

(Gemein­de­mit­glied St. Martinus)

 

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