13. Dezember

13. Dez. 2021

Heute wird das Advents­fenster im Konvent San Damiano geöffnet.

Seit November 2009 sind wir in der Innen­stadt von Olpe. Wir leben in wech­selnden Zusam­men­set­zungen und mit häufigen Gästen.
Wir arbeiten in der Verwal­tung der Provinz im Mutter­haus, beim Domradio in Köln, in der Leitung der deut­schen Provinz der Olper Fran­zis­ka­ne­rinnen und in vielen Enga­ge­ments in der Kirche und in der Ordensgemeinschaft.
Unser Konvent ist der Novi­zi­ats­kon­vent für die Schwes­tern, die neu in die Ordens­ge­mein­schaft kommen und ein Konvent zum Mitleben für junge Frauen, die sich über das Ordens­leben live und in Farbe infor­mieren wollen.

Ein großes Anliegen ist uns die Anbe­tung des Aller­hei­ligsten in unserer Kapelle, die dazu auch alle einlädt, die mal für ein paar Minuten zur Ruhe kommen und Beten möchten.
Die Tür zu Kapelle ist übern Tag immer offen.

Und der Dienst an den Mitmen­schen ist uns wichtig: in der Seel­sorge und in der Gesprächs­be­glei­tung, im Kontakt mit jungen Leuten und im viel­fäl­tigen Einsatz für die Menschen, die unsere Hilfe brauchen.

 

Sich auf den Weg machen

Unser Fenster ist eine Figu­ren­gruppe auf der Stadt­mauer. Josef und Maria, die auf dem Esel sitzt, sind unter­wegs. Sie sind es echt nicht frei­willig, sondern gezwungen. Weil der römi­sche Kaiser seine wehr­fä­higen Unter­tanen zählen will, müssen sich alle in ihren Geburts­torten eintragen lassen.
Für Maria wäre es tausendmal besser gewesen zuhause zu bleiben und im fertigen Haus mit den helfenden Händen und Herzen ihren Sohn auf die Welt zu bringen.
Aber da fragen keine Kaiser nach, sondern Befehl ist Befehl und alle müssen gehorchen.

Es ist oft so, dass wir schon gern wüssten, wo es lang geht, wenn unbe­kannte Sachen auf uns zukommen und wir keine Idee haben, wie das gehen soll. Ob es jetzt ein Studium, eine Ausbil­dung, ein Umzug eine Fami­li­en­grün­dung ist. Es hilft nicht beson­ders gut, sich hin zu setzen und zu warten bis die Zeiten sich beru­higt haben, oder ich mehr Gewiss­heit habe oder mir jemand sagt, wie ich das machen soll.

Maria und Josef können uns da ganz gut weiter­helfen: ihnen hat die Anord­nung des Kaisers nicht in die Planung gepasst, sie haben wahr­schein­lich genauso gemotzt und sich aufge­regt und tage­lang debattiert.

Aber: sie sind gegangen. Sie haben es gewagt, gegen alle Vernunft loszu­gehen und zu hoffen.
Zu hoffen, dass es gut geht, dass ihr Gott, dessen Geheimnis sie tragen, ihnen auf dem Weg hilft und sie an das Ziel bringt, dass seinem Willen entspricht.

Nicht die schlech­teste Idee in schwie­rigen Zeiten.

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