In den liturgischen Texten von heute heißt es: „Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr rein und ohne Tadel seid, Kinder Gottes ohne Makel…“ Jesus ruft Seinen Jüngern zu: „Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein.“
Zumutung oder ermutigende Einladung?
Vielleicht hilft Ihnen diese Frage weiter: Muss ein Kreuz ein Kreuz sein?
Welches Kreuz meinst Du, mein Herr und mein Gott?
- das Kreuz, das mir einen Strich durch meine Pläne macht, wenn ich zu stur und unflexibel bin?
- Das Kreuz meiner Pflicht, die auf meinen Schultern lastet, wenn ich nur das Angenehme in meinem Leben haben will?
- Das Kreuz, mit dem ich meine Wahl treffe für den nächsten Schritt, ohne die Konsequenzen zu bedenken und ohne bereit zu sein, sie zu tragen?
- Das Kreuz der Nächstenliebe, mit dem ich die Not des Anderen mittrage?
- Das Kreuz, an das ich mich selbst nagele, weil ich meine Grenzen nicht anerkennen will?
- Das Kreuz, unter dem ich stehe, wenn ich zu Dir komme und mich zu Dir bekenne?
Viele unserer Kreuze sind selbst gezimmert, sie wirken übermächtig – betrachtet aus dem falschen Blickwinkel.
So spricht der Herr: „Das Joch, das ich denen auflege, die mir nachfolgen, ist nicht drückend und meine Last ist leicht.“
Geh Deinen Weg aus Liebe zu mir,
mit der Liebe, aus der Kraft und Zuversicht wächst.
Mit dieser Liebe kannst Du Deine Kreuze tragen – und leben!
Und vergessen Sie nicht: Der Herr trägt an unseren Kreuzen mit!
Sr. Caja Steffen


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