“Wenn es dir guttut, dann komm!” (Hl. Franziskus)
Dieses Leitwort der Wallfahrtszeit 2026 ist angelehnt an den heiligen Franziskus von Assisi, dessen der 800. Todestag in diesem Jahr begangen wird. Das Team der Wallfahrtsseelsorger in Werl erklärt: „Franziskus verstand Spiritualität als eine Lebenshaltung, die Freude, Frieden und Wohlbefinden schenkt – ein Ansatz, der bis heute viele Menschen anspricht. Wer ihm folgt, soll spüren, dass Glaube und Gebet nicht Last, sondern Quelle der Lebenskraft sein können.“ Mit Offenheit und Herzlichkeit habe Franziskus Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet. Das an die Worte von Franziskus angelehnte Leitwort lade dazu ein, den eigenen Weg zur Wallfahrt bewusst zu gehen, ohne Zwang, aber mit der Möglichkeit, seelische und spirituelle Stärkung zu erfahren.
Auch die Pilger aus dem Olper Raum besuchen vom 2. bis 5.Juli 2026 anlässlich des Festes Mariä Heimsuchung wieder die “Trösterin der Betrübten” in Werl. In den Wirren des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) sind gläubige Menschen aus dem Olper Land 1760 um ersten Mal nach Werl zum Gnadenbild der Muttergottes gepilgert, um für ein Ende des Drangsals zu beten. Der Marsch durch die feindlichen Linien ist sehr gut dargestellt auf dem großen Bild im linken Arkadengang des Vorhofs der Wallfahrtsbasilika. Das Bild zeigt die Gnadenmutter über der von einer Befestigungsmauer umgebenen Stadt Werl. In einer Prozession ziehen die Pilger aus dem Olper Land mit einer großen Kerze – vorbei an den belagernden französischen Soldaten – in die Stadt ein.
In einem Morgenimpuls am 12. Mai 2026 sagte Sr. Katharina: „Wallfahren tut der Seele gut!“ Sie erzählte von einer Wallfahrt aus dem Eichsfeld nach Walldürn, die es seit 1683 gibt, als die Eichsfelder um die Verschonung vor der Pest bitten wollten. Was bewegt Menschen, einen anstrengenden Weg voller Entbehrungen und körperlicher Strapazen auf sich zu nehmen – in einer Zeit bitterer Armut, körperlich schwerer Arbeit und Not? Etwas hassen wie die Pest und dann nicht dagegen hetzen, tönen und lamentieren, sondern auf Wallfahrt gehen, miteinander singen und beten und alle Sorgen und Nöte Gott anvertrauen und sich gegenseitig stützen und stärken: Diese Art und Weise veraltet nie und sie braucht Menschen, die ein unglaubliches Gottvertrauen haben und einen Glauben, der über den kleinen Alltag hinausgeht.
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz sagte vor kurzem: „Bei der Wallfahrt nach Werl treten Menschen aus ihrem Alltag heraus, erkennen sich selbst als sehnsüchtige und bedürftige Menschen, aber auch als Menschen, die Dank sagen können, für etwas, das sie selbst empfangen haben – und das ihnen Hoffnung schenkt.“
Im Sinne des Leitwortes der diesjährigen Wallfahrt:
Wenn es dir guttut, dann komm mit dem, was dich bewegt und lass dich stärken!
Wenn es dir guttut, dann komm/fahr mit nach Werl!
Wenn es dir guttut, dann mach es!
Mach dich auf den Weg, um zu erleben, wie gut das tut!
Heinz Heider
(Mitglied im Orga-Team der Olper Werlwallfahrt)
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