Gläubige pilgern seit 1845 zum Fest Maria Heimsuchung nach Marienheide
Zahlreiche Pilger trafen am Sonntag Nachmittag wieder an der Sassmicker Kirche ein. Nach zweitägiger Wallfahrt kehrten die Gläubigen nach dem insgesamt 30 Kilometer langem Fußmarsch aus Marienheide zurück.
Sie wurden am Ortseingang am Fatima Kapellchen von Pastor Hammer, der in seiner Amtszeit als Pfarrer von St. Martinus die Sassmicker Wallfahrer zum ersten Mal abholte, begrüßt. Auch viele Angehörige der Pilger hatten sich eingefunden.
Quasi mit dem Sonnenaufgang läuteten am frühen Samstag um 5 Uhr die Glocken der St. Johannes von Nepomuk Kirche in Sassmicke, in der die Pilger die Heilige Messe zusammen mit Vikar Todt und zwei Diakonen feierten. Was wäre eine Wallfahrt, ohne eine gute Grundlage. Schon seit einigen Jahren sorgen Sassmicker Frauen dafür, dass die Pilger mit einem liebevoll zubereiteten Frühstück auf die 30 Kilometer lange Wegstrecke ins Oberbergische Marienheide starten können.
Über Drolshagen und Meinerzhagen erreichten die Pilger am Samstag gegen 15 Uhr den Wallfahrtsort. Dort wurden sie von Pater Manickam herzlich begrüßt. Da die Wallfahrtskirche noch renoviert wird, fand die Andacht in der angrenzenden Montfontaner Kirche statt.
Zu seiner Überraschung wurde Ludger Maiworm, der zusammen mit Edgar Gummersbach die Wallfahrt leitet, für sein 60 jähriges Engagement geehrt. Bereits als Achtjähriger durfte er zum ersten Mal mit seinem Vater Paul dabei sein. Von ihm übernahm er auch 1986 die Leitung der Wallfahrt und die Funktion als Vorbeter. Zu seiner größten Überraschung zum Jubiläum, pilgerte auch sein 8 jähriger Enkel Henry mit nach Marienheide. Henrys Vater Christopher ist ebenfalls mit 9 Jahren zum ersten Mal mitgepilgert.
Von Pater Manickam wurde Ludger Maiworm für seine langjährigen Verdienste geehrt. Der aus Indien stammende Geistliche überreichte ihm zum Dank einige kirchliche Präsente. Dieses Jubiläum wurde am Abend in gemütlicher Runde mit den Pilgern, die in Marienheide übernachteten gefeiert.
Die Nachtruhe war jedoch kurz, denn am nächsten Morgen ging es um 6 Uhr mit der hl.Messe weiter. Im Anschluss daran durften sich alle Pilger im Jugendheim bei einem Frühstück, das von der Marienheider Frauengemeinschaft zubereitet wurde, stärken. Mit einem gemeinsamen Gebet sind die Wallfahrer um 7.45 Uhr vor dem Klostereingang von Pater Manickam verabschiedet worden. Mit dem Lied Maria ging hinaus machten sich die Wallfahrer auf den Heimweg nach Sassmicke. Auf dem Rückweg wurde in Hützemert im Gasthof Wigger gemeinsam zu Mittag gegessen.
Über Drolshagen und Berlinghausen führte der Weg zurück nach Sassmicke. Das Wetter war den Pilgern an diesem Sonntag wohl gesonnen. Trocken und wohlauf kehrten sie gegen 16 Uhr am Sassmicker Fatima Kapellchen ein. Nach der Begrüßung und einem kurzen Gebet von Pastor Hammer zogen die Wallfahrer gemeinsam mit ihren Angehörigen zurück durchs Dorf in die St. Johannes von Nepomuk Kirche. Nach dem Schlussgebet und dem sakramentalen Segen kehrten die Pilger zufrieden wieder nach Hause.



