Sass­mi­cker Wall­fahrt nach Marienheide

7. Aug. 2026

Gläu­bige pilgern seit 1845 zum Fest Maria Heim­su­chung nach Mari­en­heide

Zahl­reiche Pilger trafen am Sonntag Nach­mittag wieder an der Sass­mi­cker Kirche ein. Nach zwei­tä­giger Wall­fahrt kehrten die Gläu­bigen nach dem insge­samt 30 Kilo­meter langem Fußmarsch aus Mari­en­heide zurück.

Sie wurden am Orts­ein­gang am Fatima Kapell­chen von Pastor Hammer, der in seiner Amts­zeit als Pfarrer von St. Martinus die Sass­mi­cker Wall­fahrer zum ersten Mal abholte, begrüßt. Auch viele Ange­hö­rige der Pilger hatten sich eingefunden.

Quasi mit dem Sonnen­auf­gang läuteten am frühen Samstag um 5 Uhr die Glocken der St. Johannes von Nepomuk Kirche in Sass­micke, in der die Pilger die Heilige Messe zusammen mit Vikar Todt und zwei Diakonen feierten.      Was wäre eine Wall­fahrt, ohne eine gute Grund­lage. Schon seit einigen Jahren sorgen Sass­mi­cker Frauen dafür, dass die Pilger mit einem liebe­voll zube­rei­teten Früh­stück auf die 30 Kilo­meter lange Wegstrecke ins Ober­ber­gi­sche Mari­en­heide starten können.

Über Drol­s­hagen und Meinerz­hagen erreichten die Pilger am Samstag  gegen 15 Uhr den Wall­fahrtsort. Dort wurden sie von Pater Manickam herz­lich begrüßt. Da die Wall­fahrts­kirche noch reno­viert wird, fand die Andacht in der angren­zenden Mont­fon­taner Kirche statt.

Zu seiner Über­ra­schung wurde Ludger Maiworm, der zusammen mit Edgar Gummers­bach die Wall­fahrt leitet, für sein 60 jähriges Enga­ge­ment geehrt. Bereits als Acht­jäh­riger durfte er zum ersten Mal mit seinem Vater Paul dabei sein. Von ihm über­nahm er auch 1986 die Leitung der Wall­fahrt und die Funk­tion als Vorbeter. Zu seiner größten Über­ra­schung zum Jubi­läum, pilgerte auch sein 8 jähriger Enkel Henry mit nach Mari­en­heide. Henrys Vater Chris­to­pher ist eben­falls mit 9 Jahren zum ersten Mal mitgepilgert.

Von Pater Manickam wurde Ludger Maiworm für seine lang­jäh­rigen Verdienste geehrt. Der aus Indien stam­mende Geist­liche über­reichte ihm zum Dank einige kirch­liche Präsente. Dieses Jubi­läum wurde am Abend in gemüt­li­cher Runde mit den Pilgern, die in Mari­en­heide über­nach­teten gefeiert.

Die Nacht­ruhe war jedoch kurz, denn am nächsten Morgen ging es um 6 Uhr mit der hl.Messe weiter. Im Anschluss daran durften sich alle Pilger im Jugend­heim bei einem Früh­stück, das von der Mari­en­heider Frau­en­ge­mein­schaft zube­reitet wurde, stärken. Mit einem gemein­samen Gebet sind die Wall­fahrer um 7.45 Uhr vor dem Klos­ter­ein­gang von Pater Manickam verab­schiedet worden. Mit dem Lied Maria ging hinaus machten sich die Wall­fahrer auf den Heimweg nach Sass­micke. Auf dem Rückweg wurde in Hütze­mert im Gasthof Wigger gemeinsam zu Mittag gegessen.

Über Drol­s­hagen und Berling­hausen führte der Weg zurück nach Sass­micke. Das Wetter war den Pilgern an diesem Sonntag wohl gesonnen. Trocken und wohlauf kehrten sie gegen 16 Uhr am Sass­mi­cker Fatima Kapell­chen ein. Nach der Begrü­ßung und einem kurzen Gebet von Pastor Hammer zogen die Wall­fahrer gemeinsam mit ihren Ange­hö­rigen zurück durchs Dorf in die St. Johannes von Nepomuk Kirche. Nach dem Schluss­gebet und dem sakra­men­talen Segen kehrten die Pilger zufrieden wieder nach Hause.

Sassmicker Wallfahrt nach Marienheide

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