St. Johannes vor der Latei­ni­schen Pforte Thieringhausen

Kapel­len­ge­meinde St. Johannes vor der Latei­ni­schen Pforte

Kapel­len­vor­stand

1. Vorsit­zender: Tobias Hengs­te­beck
2. Vorsit­zender: Hermann-Josef Brei­de­bach
Kassierer: Torsten Spieren
Schrift­führer: Michael Repe­rich
Beisitzer: Bruno Breidebach

Reno­vie­rung im Jahr 2019

Die Kapelle wurde erst­mals 1658 urkund­lich erwähnt. In der Beschrei­bung handelte es sich um einen kleinen, stroh­ge­deckten Bau. Im Jahre 1682 wurde der erste Altar und die Kapel­len­glocke geweiht. Der Grund­stein für die neue Kapelle wurde im Jahr 1773 gelegt. Ursprüng­lich im Stil des Barock gestaltet, hat die Kapelle seit Reno­vie­rungs­ar­beiten in den Jahren 1880 bis 1882 ihre barocke Gestalt verloren.

Ein baro­cker Hoch­altar im Inneren der Kapelle ist ein bemer­kens­wertes Element. Im Altar befindet sich auf der linken Seite die Heilige Barbara, die am Turm erkennbar ist. Auf der rechten Seite lässt sich unschwer die Heilige Agatha mit den Brüsten auf einem Tablett unschwer iden­ti­fi­zieren. Im Zentrum als größte Figur befindet sich der Patron der Kapelle Johannes der Evan­ge­list. Feder und Evan­ge­lium sind Attri­bute des Heiligen und kenn­zeichnen ihn als einen der vier Evangelisten.

Über dem Gebälk, das auf Pilas­tern und Säulen ruht, in einem Strah­len­kranz ein Herz-Jesu mit einer Dornen­krone (Liebe und Glaube) und Kreuz (Hoff­nung), das von zwei Putten­köpfen getragen wird. Den Abschluss bildet das Wappen der Stif­ter­fa­milie von Brabeck: Schild mit drei goldenen Wolfsangeln.

Der Altar gelangt um 1810/11 aus der St.-Martinus-Kirche in Olpe nach Thier­ing­hausen, denn Quellen belegen für diese im Jahr 1701 die Stif­tung eines neuen Hoch­al­tars durch den Hildes­heimer Fürst­bi­schof Jobst Edmund von Brabeck.

Neben dem Hoch­alter befindet sich auf der linken Seite der Heilige Aloy­sius und auf der rechten eine Statue des heiligen Joseph das Chris­tus­kind tragend.

Quel­len­an­gaben

Olpe. Geschichte von Stadt und Land, Heraus­ge­geben im Auftrag der Kreis­stadt Olpe von Josef Wermert. Stadt­ar­chiv Olpe, Band 4,1. Bild- und Doku­men­tar­band, Olpe 2018

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