Gedanken zum Tag – 23. April 2020, Donnerstag der zweiten Osterwoche

23. Apr. 2020

Welche Themen stehen bei Ihnen auf TOP 1:

Locke­rungen, mehr Frei­heit, Mund­schutz, Schul­be­trieb, Öffnungen der Geschäfte, Urlaubs­pläne, wie geht ein Leben mit Corona? Die Liste könnte ich noch fortsetzen.
Ostern? Das Oster­fest war in diesem Jahr so anders, aber Ostern ist vorbei. Ach ja, da gibt es ja noch die Oster­zeit, auch 7 Wochen lang. Nach 7 Wochen Fasten­zeit haben wir Ostern gefeiert, nach 7 Wochen Oster­zeit feiern wir Pfingsten. Die Fasten­zeit nutzen viele Menschen, um neu auf ihr Leben zu schauen. Die Oster­zeit spielt im Leben vieler Menschen eher eine Neben­rolle, oder hat gar keine Bedeutung.

Der Tod Jesu war für die Jünger Jesu der Shut­down ihres persön­li­chen Lebens. Nichts war nach dem Tod Jesu für die Jünger wie vorher. Sie schließen sich ein vor Angst, sie gehen fort in Trauer, sie versu­chen, zur Norma­lität zurück zu kehren und wieder zu fischen, aber so richtig will das alles nicht gelingen.
Geht es uns nicht ähnlich nach unserem gesell­schaft­li­chen und persön­li­chen Shutdown?
Die Jünger brauchten Zeit, um zu erfahren, Jesus lebt mitten unter ihnen, er ist aufer­standen, er steht zu all seinen Zusagen, ein Gott des Lebens zu sein.
Die Oster­zeit schenkt uns die Möglich­keit, das Leben neu zu entde­cken, wie es aufblühen will, nicht nur in der Natur, auch in unserem persön­li­chen Leben. Und überall da, wo ich Leben­dig­keit spüre, darf ich getrost glauben, da ist auch Gott.

Mir kam bei meinen Über­le­gungen zu diesem Impuls die Idee, ein soge­nanntes „Elfchen“ zu schreiben, also ein kurzes Gedicht aus 11 Wörtern, in 5 Zeilen, in einer vorge­ge­benen Form:

Frei­heit
Verant­wort­bare Normalität
Einkaufen, Arbeiten, Achtsamkeit
Begeg­nungen, Urlaub, Gottes­dienste, Feiern
Leben

Ich wünsche allen Lesern, dass sie dieses Leben unter anderen Vorzei­chen spüren und genießen können.
Sr. Gertrudis Lüneborg

 

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