„An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit…“
So singen die Toten Hosen in ihrem Lied „An Tagen wie diesen”.
Ein Satz voller Sehnsucht – nach Momenten, die nicht aufhören sollen. Nach Augenblicken, die so gut sind, dass man sie festhalten möchte.
Genau so einen Tag haben wir vor wenigen Tagen gefeiert: das Osterfest.
Wochenlang haben wir darauf gewartet. Die Fastenzeit war eine Zeit des Verzichts, des Nachdenkens, vielleicht auch der inneren Dunkelheit. So wie im Lied: „Ich wart‘ seit Wochen auf diesen Tag…“ – ein Gefühl, das wir kennen. Warten kann anstrengend sein. Es zieht sich. Es fordert uns heraus.
Und dann ist sie da: die Osternacht.
„In dieser Nacht der Nächte, die uns so viel verspricht.“
Die Kirche beginnt im Dunkeln. Still. Fast leer. Und dann wird ein Licht entzündet. Zuerst klein – und doch nicht aufzuhalten. Es breitet sich aus. Von Mensch zu Mensch.
Wir feiern nicht einfach nur ein Ereignis von früher. Wir feiern, dass Auferstehung heute geschieht. Dass Hoffnung stärker ist als Angst. Dass Liebe stärker ist als der Tod.
Und dann dieser letzte Gedanke:
„…erleben wir das Beste – und kein Ende in Sicht.“
Ostern bedeutet genau das:
Kein Ende in Sicht.
Es geht weiter.
Es ist nicht das Ende dieser Geschichte.
Es geht weiter.
Eine gesegnete Osteroktav wünscht
Chris Schröder
(Dahl-Friedrichsthal)
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