50 Jahre Kinder­garten St. Cyriakus Rhode

1. Okt. 2026

Gleich drei­fa­chen Grund zum Feiern hatten am Samstag Kinder, Eltern und Erzie­he­rinnen des Rhoder Kinder­gar­tens St. Cyriakus: Zum einen stand das Jubi­läum des katho­li­schen Kinder­gar­tens an, der 1976, damals in Träger­schaft der Kirchen­ge­meinde, eröffnet wurde. Zum anderen wurde der 1,8 Millionen Euro teure Anbau eröffnet, in dem zwei weitere Gruppen Platz gefunden haben. Und zum dritten hatte auch der Förder­verein der Einrich­tung einen Anlass zum Feiern, unter­stützt er doch seit genau 25 Jahren die Einrichtung.

Der Auftakt des Fests wurde mit einem Wort­got­tes­dienst in der dem Kinder­garten unmit­telbar benach­barten Pfarr­kirche St. Cyriakus begangen. Unge­wöhn­lich für einen Kinder­gar­ten­got­tes­dienst: Diesmal durften die Kinder bei ihren Eltern sitzen­bleiben; das Team der Einrich­tung über­nahm die Gestal­tung und lud die Kinder zum Mitfeiern des Gottes­dienstes ein. Geleitet wurde er von Gemein­de­re­fe­rentin Marie-Chris­tine Zeppe­n­feld, die das Motto des Tages, den Regen­bogen, aufgriff. Die im Kinder­garten bisher vorhan­denen, nach Farben genannten Gruppen Rot, Grün, Gelb und Blau werden durch den Neubau durch Orange und Lila erwei­tert, womit der Regen­bogen komplett ist. Genau das mache die Farb­viel­falt des Regen­bo­gens aus: Er stehe dafür, verschieden zu sein und trotzdem zusammenzugehören.

Im Anschluss fand ein kurzer offi­zi­eller Teil am Neubau statt. Kinder­gar­ten­lei­terin Ilona Winkel begrüßte zahl­reiche Eltern, Kinder, Ehema­lige, Nach­barn und Vereins­ver­treter aus Rhode, mit denen der Kinder­garten eine enge Koope­ra­tion pflegt. Sie betonte, der Kinder­garten sei im Lauf seiner 50 Jahre nun auf das Doppelte seiner Ursprungs­größe ange­wachsen; nachdem die ursprüng­lich drei­grup­pige Einrich­tung vor einigen Jahren schon um eine Gruppe samt Neben­räumen erwei­tert worden ist, sind es nun derer sechs. Beson­ders freute sie sich, dass die erste Leiterin der Einrich­tung, Gabriele Vollmer, den Weg zum Fest gefunden hatte. Eine beson­dere Ehrung gab es für Edmund Feld­mann: Der viele Jahre im Kirchen­vor­stand für den Kinder­garten Verant­wort­liche hatte sich noch kurz vor dem Träger­wechsel zur heutigen kirch­li­chen WIR-KiTAS gGmbH dafür einge­setzt, dass die Pfarrei ein ober­halb liegendes Grund­stück als zusätz­li­chen Spiel­platz bekommt. Der Zugang dorthin heißt nun “Edmund-Feld­mann-Weg”. Sie dankte dem Träger, dem Kreis, den Planern und allen am Bau betei­ligten Firmen dafür, dass die Einrich­tung pünkt­lich fertig­ge­stellt worden sei.

Peter Schmitz, Bereichs­leiter der WIR-KITAS als Träger­ver­treter, blickte kurz zurück: Vor 50 Jahren hätten noch ganz andere Bedarfe geherrscht als heute, doch sei der St.-Cyriakus-Kindergarten im Lauf dieser Zeit immer wieder an die neuen Heraus­for­de­rungen ange­passt worden, sodass er sich nun auf neuestem Stand präsen­tiere. Vom Fach­dienst Finan­zi­elle Jugend­hilfen des Kreises Olpe kam Gregor Dubratz. Er betonte, der Kreis könne nur beschließen und Mittel zur Verfü­gung stellen — er sei auf Träger wie die WIR-KITAS ange­wiesen, die im Kreis Olpe ganz vorn dabei seien. Der Rhoder Kinder­garten beschließe das Ausbau­pro­gramm, bei dem der Kreis fast 1000 neue Kinder­gar­ten­plätze habe schaffen lassen. Er hatte die Original-Einla­dung von 1976 aus der Bauakte des Kreises mitge­bracht. Von den 1,8 Millionen Euro, die der Anbau verschlungen hat, habe der Kreis 1,1 Millionen Euro getragen, den Rest der Land­schafts­ver­band Westfalen-Lippe.

Bürger­meister Tobias Schulte freute sich, dass der Anbau so gelungen sei. Der Kinder­garten sei ein wesent­li­cher Grund­stein für das Leben der Kinder; hier entstünden oft Freund­schaft, die ein Leben lang hielten. Und Orts­vor­steher Steffen Sasse nannte den Tag “absolut geschichts­trächtig” für Rhode. “Der Anbau ist eine Inves­ti­tion in die Leben­dig­keit des Ortes.” Er lobte beson­ders das  Netz­werk der Einrich­tung: Ob durch Kinder­kar­neval oder Kinder­schüt­zen­fest: “Die Vereine bringen Tradi­tion in den Kinder­garten, und der Kinder­garten bringt Leben in die Vereine.” Auch die enge Koope­ra­tion mit der benach­barten Grund­schule trage dazu bei, dass hier das Funda­ment für die Zukunft des Dorfes gesetzt werde.

Seitens des Förder­ver­eins sprach Vorsit­zende Dr. Silja Locke­mann, die allen Helfe­rinnen und Helfern des Vereins wie des Eltern­bei­rats dankte für ihre Mithilfe beim Fest und betonte, wie richtig die Entschei­dung der Gründer vor einem Vier­tel­jahr­hun­dert gewesen sei, einen solchen Förder­verein ins Leben zu rufen.

Abschlie­ßend ergriff Pfarrer Johannes Hammer das Wort. Anhand der Kinder­seg­nung aus dem Markus-Evan­ge­lium mit dem Zitat “Lasst die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes” ging er zur Segnung der neuen Räume über: Begleitet von Eltern, Kindern und Erzie­he­rinnen ging er durch den kompletten neuen Anbau und besprengte die Räum­lich­keiten mit Weih­wasser. Die Dorf­ver­eine hatten Abord­nungen geschickt, die gute Wünsche über­brachten und Spenden oder Geschenke über­reichten. Einen Ehren­platz an einer Wand des Neubaus wird das Geschenk der “Lösch­kids”, der Kinder­ab­tei­lung der Olper Feuer­wehr, erhalten: Sie haben das Bild eines Schutz­en­gels gebastelt.

Im Anschluss hatten die Besu­che­rinnen und Besu­cher die Möglich­keit, den Neubau in Augen­schein zu nehmen. Gleich­zeitig star­tete ein fröh­li­ches Fest auf dem Kinder­gar­ten­ge­lände, bei dem sich die Besu­che­rinnen und Besu­cher, groß und klein, alt und jung, bei frischen Waffeln, Pommes frites, Popcorn, kalten und warmen Getränken stärken konnten. Die Kinder nutzten die Gele­gen­heit, zu spielen, die Erwach­senen genossen bei spät­som­mer­li­chem Wetter die Gele­gen­heit zu einem Früh­schoppen mit Austausch über kinder­gar­ten­nahe wie ‑ferne Themen.

Auf dem Vorplatz des Neubaus fand die Feier­stunde anläss­lich zweier Jubi­läen und der Einwei­hung des Neubaus statt.

Der Bereichs­leiter der WIR-KITAS, Peter Schmitz, hatte Geschenke sowohl für den Kinder­garten (rechts Einrich­tungs­lei­terin Ilona Winkel) wie für den Förder­verein mitge­bracht, das Vorsit­zende Dr. Silja Locke­mann entgegennahm.

Die Erzie­he­rinnen demons­trierten im Wort­got­tes­dienst spie­le­risch, dass durch den Zuwachs um zwei Gruppen nun der Regen­bogen farb­lich komplett ist. Aus ursprüng­lich drei Gruppen wurden nun nach 50 Jahren sechs.

 

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