Orgel in Rehringhausen

Beschrei­bung

Die einzige engli­sche Orgel im Pastoralverbund

Im Jahr 1938 wurde die um die Jahr­hun­dert­wende gebaute Kapelle nach einem Entwurf des Aachener Archi­tekten Buch­kremer zur Kirche erwei­tert. Zu diesem Zeit­punkt gab es bereits eine Orgel, die 1929 ange­schafft worden war, über die es aber keine genauen Infor­ma­tionen gibt. 1975 wurde das abgän­gige Instru­ment entfernt und man behalf sich über 20 Jahre lang mit einem Elektronium.

1998 konnte die Gemeinde endlich wieder eine Pfei­fen­orgel anschaffen, mit der sie die Sauer­länder Orgel­land­schaft gleich um ein ganz beson­deres Instru­ment reicher machte: Die Orgel in der Rehring­hauser Niko­laus-Kirche ist ein Werk der engli­schen Orgel­bau­werk­statt Martin Goetze & Dominic Gwynn (Welbeck), bei der der aus Olpe gebür­tige Orgel­bauer Marcus Stahl zu dieser Zeit arbei­tete, der heute als Orgel­bauer selb­ständig in Dresden wirkt.

Die Rehring­hauser Orgel wurde in der Tradi­tion der engli­schen Orgel­bau­fa­milie Smith entworfen, wobei die erhal­tenen Teile der Instru­mente von St. Mary’s Finedon in Nort­hamp­tonshire (Bernard Smith 1704) und St. Lawrence Whitchurch, Little Stan­more, Midd­lesex (Gerard Smith 1716) als Vorbilder dienten.

Zusammen mit ihrer guten Akustik bietet die Kirche in Rehring­hausen somit ein außer­ge­wöhn­li­ches Musik­in­stru­ment, das nicht nur, aber auch für die engli­sche Orgel­musik aus der Zeit Georg Friedrch Händels präde­sti­niert ist.

Eine klang­liche Erwei­te­rung erfährt die Orgel dadurch, dass einige der neuen Manu­al­re­gister über Wech­sel­schleifen auch auf einem zweiten Manual regis­triert werden können.

Quelle: Dr. Gabriel Isen­berg — Orgeln im Kreis Olpe, 1. Auflage, Juni 2018

I. Manual

C‑g”’

Open Diapason 8′
Stopped Diapason 8′
Principal 4′
Nason Flute 4′
Twelfth 2 ⅔’
Fifte­enth 2′
Tierce 1 ⅗’
Mixture 3f. 1′
Trumpet 8′
Tremu­lant
Koppel II‑I

II. Manual

C‑g”’

über Wech­sel­schleifen:
Stopped Pason 8′
Principal 4′
Nason Flute 4′
Twelfth 2 ⅔’
Fifte­enth 2′
Tierce 1 ⅗’

Pedal

C‑f’

Subbaß 16′
Gedacktbaß 8′
Koppel II‑P
Koppel I‑P