Gedanken zum Tag – 21. September 2025 – 25. Sonntag im Jahreskreis

21. Sep. 2025

Muggel­kirmes unterwegs

Die Muggel­kirmes ist seit vielen Jahren ein Höhe­punkt in unserem Gemein­de­leben. Sie bringt Menschen zusammen, schafft Begeg­nungen und stärkt die Gemein­schaft. Zugleich ist sie immer auch ein Zeichen dafür, dass wir über den eigenen Hori­zont hinaus­schauen und Verant­wor­tung für andere über­nehmen. Ein Teil der Einnahmen aus diesem Fest kommt seit langer Zeit Projekten in Vitória in Brasi­lien zugute.

Umso wert­voller war es, dass sich im letzten Jahr eine kleine Gruppe aus unserer Gemeinde auf den Weg machte, um Vitória zu besu­chen. Manche von uns waren vor mehr als 30 Jahren schon einmal gemeinsam dort. Wir wollten uns selbst ein Bild machen: Wie sieht die Situa­tion vor Ort aus? Was hat sich mögli­cher­weise verän­dert? Welche Projekte haben wir bisher unter­stützt? Und welche sollten wir in Zukunft fördern?

Vor Ort wurden wir von Hugo Scheer empfangen, der uns seit vielen Jahren als verläss­li­cher Ansprech­partner zur Seite steht. Enga­gierte Gemein­de­mit­glieder nahmen sich viel Zeit, um uns die verschie­denen Projekte zu zeigen, die in Vitoria von kirch­li­cher Seite aus ins Leben gerufen wurden, und schil­derten zugleich die aktu­ellen Heraus­for­de­rungen. Dabei wurde deut­lich: Auch wenn für einige in Brasi­lien der Wohl­stand gewachsen ist, bleibt Armut in vieler Hinsicht unüber­sehbar. Unter­stüt­zung ist deshalb nach wie vor drin­gend nötig, sei es in der Bildung, in sozialen Einrich­tungen oder in der Beglei­tung von Kindern und Familien.

Beson­ders bewe­gend waren die Begeg­nungen mit den Menschen selbst. Ihre Gast­freund­schaft, ihre Offen­heit und die ehrli­chen Gespräche haben uns spüren lassen, wie wichtig Austausch und persön­liche Kontakte sind. Wir konnten sehen, dass unsere Unter­stüt­zung nicht nur in Zahlen sichtbar wird, sondern ganz konkret im Leben einzelner Menschen. Und wir konnten erfahren, dass Hilfe keine Einbahn­straße ist.

Die Reise hat uns vor Augen geführt, dass wir als Gemeinde Teil eines größeren Ganzen sind. Die vielen Eindrücke, die wir mitge­nommen haben, sind schwer in Worte zu fassen – aber sie haben uns bewegt und moti­viert. Wir kehren zurück mit Dank­bar­keit für die Begeg­nungen und mit der Frage, wie wir unsere Verant­wor­tung in Vitória auch in Zukunft verläss­lich wahr­nehmen können.

Auch daran denken wir, wenn wir heute um Punkt 14.00 Uhr auf dem Olper Markt­platz mit einem Lächeln „Sugar Baby Love“ mitsummen.

Silke Gülker und Petra Schmidt

Das Beitrags­bild zeigt uns mit Erzbi­schof em. Dom Frei Dario Campos, ofm (1. Reihe sitzend), Weih­bi­schof Dom Andherson Franklin Lustoza de Souza (vorne im Bild) und Pater Hugo Scheer, SVD (hinten rechts).

Noch ein Hinweis in eigener Sache:

Wenn Sie, liebe Lese­rinnen und Leser, auch solche Gedanken über das Leben oder über irgend­etwas anderes haben, dann “trauen Sie sich”, schreiben Sie es auf und schi­cken es uns. Wir geben ihre Gedanken gerne im Tages­im­puls an andere weiter. Und wenn Sie jemanden kennen, der jemanden kennt, … und solche Gedanken haben könnte, fragen Sie ihn. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Falls Sie in Ihrem Beitrag (ausnahms­weise!) fremde Texte/Textteile verwenden, beachten Sie bitte UNBEDINGT die Urhe­ber­rechte. Formu­lieren Sie am besten eigene GEDANKEN! 

Sie können uns schreiben unter  gedankenzumtag@gmx.de — Vielen Dank!

 

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