Viva San’Agata – Reise zum Agatha-Fest nach Catania
Mit vielen bleibenden Eindrücken kehrten 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Kreis Olpe von einer ganz besonderen Studien- und Pilgerreise nach Sizilien zurück. Die Reise verband kulturelle Höhepunkte der Insel mit der Teilnahme an einem der größten religiösen Feste der Welt – dem Agatha-Fest in Catania, das jedes Jahr rund 1,3 Millionen Pilger anzieht. Die Gruppe wurde begleitet u.a. von Weihbischof Matthias König aus Paderborn und Pfarrer Markus Leber, die gemeinsam mit den Pilgern die Reise erlebten und geistlich begleiteten.
Tag 1 des Festes (3.2.2026) Kerzenopfer und Prozession
Nach einem kurzen Gottesdienst und dem Kerzenopfer durch den Bürgermeister begann die erste Prozession. Sie führte vom Ort des Martyriums der hl. Agatha, der in der Kirche St. Blasius zu sehen ist, durch die Innenstadt zum Dom von Catania. Schon hier säumten tausende Menschen den Weg und stimmten die Pilger auf die kommenden Feierlichkeiten ein.
Tag 2 des Festes (4.2.2026): „Messe in der Morgenfrühe“ und erste Prozession mit den Reliquien
Bereits um 5 Uhr morgens begann die Feier der heiligen Messe mit der Erhebung der Reliquien der hl. Agatha. „Mann an Mann“ standen 4.000 Gläubige in der Kathedrale, weitere 5.000 verfolgten die Feier auf dem Domplatz – an Umfallen war nicht zu denken. Als die Büste und der Schrein der heiligen Agatha durch die Menschenmassen getragen wurden, winkten tausende weiße Tücher zum Zeichen der Ehre. Jung bis Alt waren vielfach zu Tränen gerührt. Selbst für uns „kühle Westfalen“ ein sehr berührender und emotionaler Moment. Anschließend zog die erste große Prozession durch die Stadt – eine 26-stündige Feier, bei der tausende Gläubige den Schrein begleiteten.
Tag 3 des Festes (5.2.2026): Hochamt am Festtag der hl. Agatha und zweite Prozession
Am dritten Tag feierten die Teilnehmer ein festliches Pontifikalamt in der Kathedrale, geleitet von Kardinal Grech aus Rom, begleitet von 30 Bischöfen, über 300 Priestern und unzähligen Gläubigen. Am Nachmittag begann die zweite Prozession, erneut 26 Stunden lang, durch die Innenstadt. Am Abend trugen hunderte Männer große Kerzen von bis zu 100 Kilogramm Gewicht, um die heilige Agatha zu ehren. Dieses beeindruckende Schauspiel, tief verwurzelt in Tradition und Frömmigkeit, hinterließ bleibende Eindrücke bei allen Mitreisenden.
Fazit:
Eine Reise nach Sizilien lohnt sich – besonders zum Fest der heiligen Agatha. Für alle Teilnehmer der Reise war die Teilnahme an den Feierlichkeiten in Catania ein tief bewegendes Erlebnis. Auch die kulturellen Entdeckungen in Palermo, Cefalù, Syrakus und Taormina sowie die Begegnung mit Bischof Giuseppe Marciante von Cefalù machten diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Ursula Thöne
(i.A. der Reisegruppe)

Noch ein Hinweis in eigener Sache:
Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch solche Gedanken über das Leben oder über irgendetwas anderes haben, dann schreiben Sie es auf und schicken es uns. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Falls Sie in Ihrem Beitrag (ausnahmsweise!) fremde Texte/Textteile verwenden, beachten Sie bitte UNBEDINGT die Urheberrechte.
Sie können uns schreiben unter gedankenzumtag@gmx.de .



