Nacht der Lichter
Am kommenden Freitag findet in der St.-Martinus-Kirche in Olpe zum sechsten Mal die Nacht der Lichter statt. Diese steht jedes Jahr unter einem besonderen Gedanken. Und jedes Jahr merken wir neu, wie sehr wir Orte brauchen, an denen wir zur Ruhe kommen, durchatmen und uns neu ausrichten können. Die Ereignisse in der Welt, aber auch in unserem eigenen Land, fordern uns heraus. Sie bewegen, verunsichern und werfen Fragen auf. Auch politische Entscheidungen und gesellschaftliche Entwicklungen beschäftigen viele von uns.
Umso wertvoller sind Momente wie dieser Abend: eine Kirche im Kerzenschein, gemeinsame Gesänge, Zeiten der Stille und des Gebets. Zeichen der Hoffnung und des Miteinanders sind keine Selbstverständlichkeit. Sie beginnen oft im Kleinen – in einem guten Wort, in einem offenen Gespräch, in einem aufmerksamen Zuhören – in der Begegnung mit Gott.
Das Gebet ist dabei keine Flucht aus der Wirklichkeit. Es ist vielmehr ein Innehalten mitten im Alltag.
Frère Roger, der Gründer der Gemeinschaft von Taizé, hat einmal gesagt, Gebet sei das „Bewusstsein einer tiefen Freundschaft mit Gott“. Aus dieser Freundschaft kann Vertrauen wachsen – und die Kraft, den eigenen Weg verantwortungsvoll zu gehen.
Wenn wir uns im Licht der Kerzen versammeln, erinnern wir uns daran: Wir sind gewollt. Wir sind getragen. Und wir sind eingeladen, selbst Licht zu sein – in unseren Familien, in unserem Freundeskreis, an unserem Arbeitsplatz und in unserer Gesellschaft.
Veränderung beginnt nicht erst im Großen, sondern dort, wo wir einander mit Respekt und Offenheit begegnen.
Vielleicht ist die Nacht der Lichter am Freitag für Sie auch eine Gelegenheit, sich berühren zu lassen von den Gesängen, Texten und Gebeten und einzutauchen in das Geheimnis der Liebe Gottes und was es für den je eigenen Alltag bedeuten kann.
Herzliche Einladung dazu!
Theresa Hellekes
(Jugendspirituelles Netzwerk TABOR)
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