Gedanken zum Tag – 04. Januar 2026 – Zweiter Sonntag nach Weihnachten

4. Jan. 2026

Strah­lende Sterne, strah­lende Augen – warum Stern­singen mehr ist als nur Kreide an der Tür

Wenn Anfang Januar plötz­lich kleine Könige mit goldenen Kronen, funkelnden Sternen und einem Lächeln so groß wie ihre Umhänge durch den Pasto­ralen Raum Olpe-Drol­s­hagen ziehen, dann weiß man: Die Stern­singer sind unterwegs!
Bereits im Oktober liegt bei mir im Büro ein großer Kalender voller Pfeile, Post-its und Tele­fon­num­mern – denn irgend­je­mand muss das Ganze koor­di­nieren. Raten Sie mal, wer.

Kinder mit Kronen – und Superkräften

Natür­lich könnte man denken: „Ach, ein biss­chen Kreide an die Tür, ein Lied­chen singen, fertig.“ Aber weit gefehlt! Die kleinen Köni­ginnen und Könige sind jedes Jahr aufs Neue wahre Super­helden. Sie bringen den Segen Gottes zu den Menschen, zaubern strah­lende Augen in die Gesichter und zeigen ganz nebenbei, dass „Kinder helfen Kindern“ keine leere Floskel ist, sondern gelebte Solidarität.
Und ja, manchmal stol­pert ein König über sein viel zu langes Gewand oder der Stern bricht im Eifer des Gefechts vom Stock – aber genau das macht es so liebenswert.

Stern­singen – das Chaos, das verbindet

Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Die größte Heraus­for­de­rung ist nicht, genü­gend goldene Kronen zu finden (obwohl das manchmal auch knapp wird), sondern die Termin­pläne aller Betei­ligten unter einen Hut zu bekommen. Da braucht es schon fast Engelsgeduld.
Aber das ist kein Problem, denn in fast 30 Orten gibt es Engel, die die Stern­sin­ger­ak­tion in den Dörfern und Gemeinden orga­ni­sieren und wirk­lich jedes Detail liebe­voll im Blick haben. Ein riesen­großes Danke­schön an meine Engel­chen in den Gemeinden!
Und wenn dann endlich alle Gruppen unter­wegs sind, weiß ich: Das kleine Chaos hat sich gelohnt. Denn jedes gesun­gene Lied, jede geseg­nete Tür und jedes freund­liche Lächeln erzählt davon, dass wir Teil von etwas Großem sind – einer welt­weiten Aktion, die Hoff­nung schenkt.

Kinder helfen Kindern

Die Stern­sin­ger­ak­tion ist nicht nur ein schöner Brauch – sie ist die größte Soli­da­ri­täts­ak­tion von Kindern für Kinder weltweit.
• Seit Jahr­zehnten sammeln Stern­singer Spenden für Projekte in über 100 Ländern.
• Unter­stützt werden vor allem Kinder, die unter Armut, Hunger, fehlender Bildung oder Krank­heit leiden.
• Jede gesun­gene Strophe, jede Krei­de­spur an einer Haustür trägt also dazu bei, dass irgendwo auf der Welt ein Kind neue Chancen bekommt.
Kurz gesagt: Wenn die Stern­singer an der Tür klin­geln, ist das nicht nur nett für uns – es verän­dert wirk­lich Leben.

Mehr Segen braucht das Land

Für mich ist das Stern­singen jedes Jahr ein zweites Weih­nachten. Es ist laut, fröh­lich, manchmal chao­tisch – aber immer voller Glanz. Und am Ende zählt nicht, ob alle Töne getroffen wurden oder die Kreide etwas schief an der Tür steht. Entschei­dend ist: Der Segen geht von Haus zu Haus, und die Kinder tragen ihn mit Stolz (manchmal auch hüpfend) in die Welt hinaus.
Denn eines ist sicher: Mehr Segen braucht das Land.
Und wer könnte ihn schöner bringen als Kinder mit leuch­tenden Kronen und strah­lenden Augen?

Britta Enders
(Gemein­de­re­fe­rentin)

 

Noch ein Hinweis in eigener Sache:

Wenn Sie, liebe Lese­rinnen und Leser, auch solche Gedanken über das Leben oder über irgend­etwas anderes haben, dann schreiben Sie es auf und schi­cken es uns. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Falls Sie in Ihrem Beitrag (ausnahms­weise!) fremde Texte/Textteile verwenden, beachten Sie bitte UNBEDINGT die Urheberrechte.

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