Reden hilft – Konflikte angehen

25. Juni 2020

Dekanat Südsauer­land unter­stützt mit neuem Angebot

Olpe. Ab sofort gibt es im Dekanat Südsauer­land ein weiter entwi­ckeltes Angebot: Menschen, die auf der Ebene einer Kirchen­ge­meinde oder inner­halb einer kirch­li­chen Einrich­tung von einem Konflikt betroffen sind, können sich an die neu einge­rich­tete Konflikt­an­lauf­stelle wenden. Ziel ist es, Konflikte früh­zeitig und ortsnah zu bear­beiten und so zu verhin­dern, dass sie größer werden oder gar eskalieren.

Das Angebot der Konflikt­an­lauf­stelle auf Deka­nats­ebene steht allen Rat- und Hilfe­su­chenden aus den Gemeinden und kirch­li­chen Einrich­tungen offen – egal ob haupt­amt­lich, ehren­amt­lich oder als Mitglied einer Gemeinde oder einer Einrichtung.

Besetzt ist die Anlauf­stelle mit Mitar­bei­tenden im Dekanat, die man per E‑Mail oder tele­fo­nisch errei­chen kann. Sie unter­stützen direkt bei Diffe­renzen und Meinungs­ver­schie­den­heiten zwischen Akteuren in der Kirchen­ge­meinde, wenn diese in maximal drei Gesprä­chen gelöst werden können. Wenn sich Menschen wegen schwer­wie­gender oder schon lange bestehender Konflikte an die Stelle wenden, vermit­teln sie geeig­nete Ansprech­partner. Damit baut das Dekanat ein Angebot aus, für das sie bereits in der Vergan­gen­heit Verant­wor­tung hatten.

Gut aufge­stellt für das neue Angebot der Konflikt­an­lauf­stelle im Dekanat Südsauer­land (v.l.): Manfred Viedenz, Esther Göcke, Dechant Andreas Neuser, Susanne Schö­nauer, Betina Zimmer­mann und Hubertus Schmidt.

Verant­wort­lich für die Koor­di­na­tion ist Deka­nats­re­fe­rent Manfred Viedenz, im Vertre­tungs­fall Esther Göcke, Deka­nats­re­fe­rentin für Jugend und Familie. Die eigent­liche Konflikt­be­ar­bei­tung über­nehmen dann in ehren­amt­li­cher Funk­tion Diplom-Sozi­al­päd­agogin Susanne Schö­nauer, Mitar­bei­terin bei der Gemein­nüt­zigen Gesell­schaft der Fran­zis­ka­ne­rinnen (GFO) in Olpe und Diplom-Theo­loge Hubertus Schmidt, Gefäng­nis­seel­sorger in der Justiz­voll­zugs­an­stalt Attendorn.

„Wir haben mit ihnen kompe­tente, ehren­amt­liche Ansprech­partner gefunden. Einer­seits kennen sie die kirch­li­chen Struk­turen und das Personal im Dekanat, ande­rer­seits sind sie nicht unmit­telbar Teil des „Systems Kirche“. Das eröffnet noch einmal die Möglich­keit, unbe­fan­gener mit den mögli­chen Konflikt­par­teien umzu­gehen“, freut sich Dechant Andreas Neuser.

Eine weitere Unter­stüt­zung erfährt das Dekanat aus den Bera­tungs­diensten im Erzbistum durch die Bera­terin Betina Zimmer­mann aus Dreis-Tiefen­bach, die beglei­tend im Hinter­grund zur Verfü­gung steht.

„Gerade zu Beginn einer konflikt­haften Situa­tion hat man noch die Möglich­keit, zu vermit­teln. Die Konflikt­an­lauf­stelle in unserem Dekanat ist deshalb eine wich­tige Ergän­zung unserer Aufgaben und Ange­bote für die Menschen in den Gemeinden. Das Dekanat möchte helfen, trotz eines aufkom­menden Konfliktes im Gespräch zu bleiben“, so abschlie­ßend Deka­nats­re­fe­rent Manfred Viedenz.

Die Konflikt­an­lauf­stelle im Dekanat Südsauer­land ist über die Rufnummer 02761–941650 zu erreichen.

Einen Flyer mit weiteren Infor­ma­tionen findet man hier und über die Home­page des Deka­nates: www.dekanat-ssl.de

Olpe, 12.06.2020

Text: Manfred Viedenz, Dekanatsreferent

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