Orgel in St. Georg Neuenkleusheim

Kirchen­orgel aus dem 17. Jahrhundert

15 klin­gende Register

Der Turm der Neuenkle­us­heimer Pfarr­kirche stammt noch von dem baro­cken Kirchbau von 1727. Das heutige klas­si­zis­ti­sche Kirchen­schiff ersetzte 1827/28 den für die gewach­sene Gemeinde zu klein gewor­denen Vorgän­gerbau.
Im Jahr 1804 kam die 1663 fertig­ge­stellte Orgel des Zister­zi­en­se­rin­nen­klos­ters Drol­s­hagen auf Initia­tive des Pfar­rers Johann Wilhelm Schieffer als Geschenk des Land­grafen Ludwig von Hessen-Darm­stadt nach Neuenkle­us­heim. Hier wurde sie von Chris­tian Roetzel aufge­stellt und umge­baut. Roetzel stellte die Orgel 1828 auch in der neuen Kirche auf, zu diesem Zeit­punkt hatte sie zehn Register, davon drei eigen­stän­dige im Pedal.
1869 führte der Atten­dorner Orgel­bauer Adolph Rieschick eine Erwei­te­rung aus, bei der auch das Gehäuse vergrö­ßert wurde. Weitere Ände­rungen nahm Ernst Tenn­städt 1930 vor.
Rudolf Reuter besich­tigte die Orgel 1951 und erkannte ihren histo­ri­schen Wert, wodurch sie erhalten blieb. 1970 wurde die Orgel durch die Werk­statt Gebr. Stock­mann (Werl) reno­viert und erwei­tert. Dabei wurde das Gehäuse restau­riert und auf die ursprüng­li­chen Ausmaße zurück­ge­führt. Sechs Register aus der Zeit vor 1750 sind noch erhalten sowie die Pedal­trom­pete 8′, die jetzt ergänzt im Manual steht. Auf Wunsch der Gemeinde wurde ein Brust­werk (5 Register) und ein neues selb­stän­diges Pedal (3 Register) hinzu­ge­fügt. 2013 erfolgte eine Komplett­über­ar­bei­tung und Nach­in­to­na­tion durch Orgelbau Mebold (Siegen).

Quelle: Dr. Gabriel Isen­berg — Orgeln im Kreis Olpe, 1. Auflage, Juni 2018

I. Haupt­werk

C — f”’

Gedackt 8′
Prin­zipal 4′
Flöte 4′
Quinte 2 ⅔’
Octav 2′
Mixtur 3–4f. 1 ⅓’
Trom­pete 8′
Koppel II‑I

II. Brust­werk

C — f”’

Holz­ge­dackt 8′
Rohr­flöte 4′
Prin­cipal 2′
Quinte 1 ⅓’
Octav 1′

Pedal

C — d’

Subbass 16′
Gedackt­bass 8′
Prin­zipal 4′
Koppel II‑P
Koppel I‑P
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