Bildstock im Buchhagen
Marienbild in Rhode
Dieses Marienbild “Dreimal wunderbare Mutter von Schönstatt” befand sich ein einem von einem Pallottiner-Bruder aus dem nahen Osterseifen gefertigten Rahmen und war im Klosterwald zur Besinnung aufgehängt worden. In den Wirren des 2. Weltkrieges und nach Beschlagnahme des Klosters durch die Nazis wurde es am 18.06.1941 von Aloys Feldmann und Albert Immekus aus Rhode nachts aus dem Klosterwald geholt und nach einigen Tagen in der Dämmerung an der Kiefer im Buchhagen befestigt. Dadurch wurde es wahrscheinlich vor der Zerstörung gerettet. Später wurden dort Sitzbänke und eine Kniebank angebracht. Während der Kriegszeit war der Bildstock ständig mit frischen Blumen geschmückt. Manche Frau hat dort um die Heimkehr ihrer Lieben gebetet. Als nach Kriegsende die Pallottiner ins Kloster zurückkehrten, haben sie erlaubt, das Bild im Buchhagen zu belassen.
Die Kiefer wurde am 30. April 1971 — damals etwa 100 Jahre alt — auf Anregung von Ortsheimatpfleger Hubert Kleine unter Naturschutz gestellt. Zuvor hatte eine Ortsbesichtigung mit den Herren Oberforstmeister Peter, Olpe, Kreisheimatpfleger Theo Hundt, Olpe, und Revierförster Bäppler aus Drolshagen stattgefunden. Der Baum und sein Standort wurden von Rudolf Grebe und dem derzeitigen Besitzer Gerhard Hütte von hinderlichen Bäumen und Sträuchern befreit und in sauberen Zustand versetzt.
Der bedachte Bilderrahmen wurde von Schreinermeister Franz Josef Schneider aus Rhode erneuert und für das inzwischen schadhafte Bild stiftete das Pallottihaus ein neues. Die Bildeinfassung stiftete Buchbindermeister K. H. Pape aus Olpe. Ein Natur- und Heimatfreund unterstützte mit finanziellen Mitteln diese Restauration.
(soweit Aufzeichungen von Hubert Kleine 1973 u. Ergänzungen v. Paul Immekus.)
P. Immekus vermerkte noch eine weitere Reparatur “von einem Rhoder Bürger” im Jahre 1981 — weil der alte Bildstock auseinanderfiel.
Nun wurde Anfang 2012 die alte Kiefer aus Sicherheitsgründen vom Besitzer Hütte gefällt, weil sie fast völlig abgestorben und nachdem die Einstufung als “Naturdenkmal” aufgehoben war.
Auf Wunsch von Ortsheimatpfleger Grebe und Orstvorsteher Hans Werner Abel blieb jedoch ein kräftiges Reststück von ca. 2,50 m stehen, damit der Bildstock bleiben kann; denn nach wie vor wurde er als Bet- und Besinnungsstätte besucht.
Da wiederum das Holz faul wurde und das Bild schimmelte, organisierte Ortsvorsteher Abel eine Kompletterneuerung. In Sven Wacker konnte ein kundiger Handwerker gefunden werden, der 2013 mit Beteiligung seines Vaters Hans Joachim (Achim), ein neues Häuschen für ein neues Bild baute. In Zeiten von Internet wurde dieses sozusagen “Original-Bild” von Anton Immekus heruntergeladen, in bester Fotoqualität ausgedruckt, zusätzlich laminiert und von Achim Wacker “wasserdicht” eingerahmt und eingebaut.
Anfallende Kosten wurden von der Dorfkasse (vom inzwischen in 2004 gegr. Verein Dorfgemeinschaft Rhode e.V.) getragen.
Wir gedenken damit all derer, die hier mitgemacht, immer wieder Blumen gebracht, gebetet und innere Ruhe gefunden haben.
Möge diese Stelle und die “Mutter von Schönstatt” immer dazu Beitragen und uns beschützen.
(Juni/Juli 2013: Ortsvorsteher Hans Werner Abel)

