Sauer-Orgel in St. Mariä-Himmel­­fahrt Olpe

Sauer-Orgel in Olpe

31 klin­gende Register

Im Jahr 1988 wurde die im Jahr 1960 erbaute Krell-Orgel von der Orgel­bau­firma Sieg­fried Sauer aus Höxter (heute West­fä­li­scher Orgelbau S. Sauer) reno­viert, umge­baut und erweitert.

Die erste Orgel in der 1954 geweihten Pfarr­kirche wurde 1960 von der Firma Krell aus Duder­stedt erbaut. Ihre Dispo­si­tion und Klang­ge­bung stand ganz im Zeichen der sog. Orgel­be­we­gung, die dem fiktiven Ideal einer Barock­orgel fröhnte und sich von der spät­ro­man­ti­schen Orches­ter­orgel abwandte. Diese Orgel erwies sich aber hand­werk­lich und tech­nisch nicht so solide, dass sie bei regel­mä­ßiger Pflege Genera­tionen über­dauert hätte.

Deshalb wurde schon knapp 30 Jahre später ein durch­grei­fender Umbau der Orgel notwendig. Den Auftrag dazu erhielt die Firma Sieg­fried Sauer aus Höxter, die sich u. a. als Erbauer der neuen Pader­borner Domorgel profi­liert hat.

Die wich­tigsten Neue­rungen waren die Umstel­lung der alten elek­tri­schen Traktur auf ein spiel­sen­si­bles mecha­ni­sches System und der Einbau der Orgel in ein geschlos­senes Gehäuse. Dadurch ist eine Verschmel­zung des Regis­ter­klangs inner­halb der Teil­werke gewähr­leistet und es wird eine gebün­delte Abstrah­lung des Klangs in den Kirchen­raum erzielt.

Das Pfei­fen­werk der Krell­orgel konnte nach umfang­rei­chen Reno­vie­rungs­ar­beiten, Mensu­ren­kor­rek­turen und Ergän­zungen zum großen Teil in die neue Dispo­si­tion inte­griert werden.

Deut­lich erwei­tert wurde die Pedal­dis­po­si­tion (u. a. mit einem 10 2/3′ als akus­ti­scher 32′), die dem Orgel­werk mehr Gravität verleiht.

Die Orgel besitzt nun 31 klin­gende Register, verteilt auf Haupt­werk, Schwell­werk und Pedal.

Der Einbau eines Koppel­ma­nuals erwei­tert die Spiel­mög­lich­keiten, so dass bei geschickter Regis­trie­rung auch die Inter­pre­ta­tion von Orgel­werken möglich ist, die drei Manuale voraussetzt.

Als Spiel­hilfen wurden eine 256fache elek­tro­ni­sche Setzer­kom­bi­na­tion mit Sequenz­schal­tung und Regis­ter­fessel eingebaut.

Im Jahr 2012 erfolgte im Zuge einer umfang­rei­chen Säube­rung eine behut­same Über­ar­bei­tung der Intonation.

In der Krypta der Mari­en­kirche steht eine Truhen­orgel mit ange­hängtem Pedal mit 4 Regis­tern, die 1995 eben­falls von der Orgel­bau­firma West­fä­li­scher Orgelbau S. Sauer, Höxter erbaut wurde.

Text­zu­sam­men­set­zung und Ergän­zung Mathias Tilke, Olpe

II. Haupt­werk

C‑g”’

Gedackt­pommer 16′
Prin­zipal 8′
Rohr­flöte 8′
Oktave 4′
Gedeckt 4′
Nasat 2 ⅔’
Super­ok­tave 2′
Terz­f­löte 1 ⅗’
Mixtur 5–6f. 2′
Zymbel 3f. ⅔’
Trom­pete 8′
Tremu­lant

III. Schwell­werk

C‑g”’

Gedeckt 8′
Weiden­pfeife 8′
Prin­zipal 4′
Block­flöte 4′
Schwiegel 2′
Quinte 1 ⅓’
Terz­sept 1 ⅗’ + 47
Scharff 4f.
Dulzian 16′
Oboe 8′
Tremu­lant 8′

 

 

 

Pedal

C‑f’

Prin­zipal 16′
Subbaß 16′
Quintbaß 10 ⅔’
Oktavbaß 8′
Gedecktbaß 8′
Choralbaß 4′
Nacht­horn 2′
Hinter­satz 4f. 2 ⅔’
Posaune 16′
Trom­pete 8′
Koppel III‑P
Koppel II‑P

I. Manual = Koppelmanual

Spiel­hilfen

256-fache elek­tro­ni­sche Setzer­kom­bi­na­tion mit Sequenz­schal­tung und Registerfessel
Tutti
Mecha­ni­sche Schleif­laden mit elek­tri­scher Registratur