Geschichte der katholischen Kirche und Kirchengemeinde St. Josef Bleche
In Saßmicke feiert in diesen Tagen der Musikverein sein Jubiläum. In der Kirche hängt ein geschnitzter Kreuzweg mit 15 Stationen. Die letzte Station zeigt den Auferstandenen mit Königsbanner in der Hand vor dem geöffnetem Grab.
Als 1941 das Pallottihaus in Olpe durch die NSDAP besetzt wurde, halfen die Dumicker. Mit Ochsen und Pferde-Gespannen wurden kirchliche Gegenstände, Bücher und Gewänder in Dumicke in Sicherheit gebracht. Diese Hilfe führte dazu, dass die Pallottiner-Patres aus Olpe im Dorf wohnten und eine Seelsorgestelle eingerichtet wurde. Mit dieser Unterstützung wurde 1945 die erste Fronleichnamsprozession durch alle Dörfer der Kapellengemeinde geführt. Im Krieg war nur ein Gang um die Kapelle möglich.
Die Glockenweihe fand 1948 statt. Die erste Glocke von 1935 hatte einen Riss. Viele weitere Anschaffungen — Orgel, Pieta, Weihnachtskrippe — folgten.
Mit den Jahren wurde die Kapelle für den wachsenden Ort zu klein, und so kam es zur Erweiterung und Renovierung. Die Bauzeit von 1985 bis 1987 war ein unglaublicher Arbeitseinsatz des Dorfes. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 637.000,00 DM. Kirchensteuermittel von rund 412.000 DM standen zur Verfügung. Der Eigenleistungsanteil der Dumicker belief sich auf 225.000,00 DM. Viele Arbeiten wurden von den Handwerkern des Dorfes durchgeführt.
Nach dem Abschluss der Bauarbeiten fiel der Kapellegemeinde nicht nur die Unterhaltung, sondern auch die Gestaltung des kirchlichen Lebens zu. Seelsorgerische Aufgaben, Beerdigungen, Werktagsmessen wurde von der Mutterkirche in Drolshagen übernommen. Der sonntägliche Gottesdienst wird heute noch von den Pallottinern betreut. Ehrenamtlich wird der Küsterdienst versehen. Jede Woche schmücken Frauen die Kapelle mit Blumen und Gestecken. Die Reinigung und Pflege des Innenraumes und der Außenanlagen werden ebenfalls von den Frauen im Dorf durchgeführt. Monatlich wird im Dorf das Kapellengeld eingesammelt.
Ein Liturgiekreis wurde gebildet. Familiengottesdienste, Andachten, Totengebet werden von Laien gestaltet. Die Kinder und Jugendlichen werden in der Messdiener- und Lektorengruppe betreut. Die Jugendlichen, organisiert in der eigenen Firmgruppe, bringen sich handwerklich ein. So wurde die Weihnachtskrippe neu gebaut.
Am 6. September 1959 wurde unterhalb der Kapelle das Ehrenmal von Pallotinerpater Bernhard Buhl feierlich eingeweiht. Der Reiterverein St. Georg hatte den Künstler Karl-Josef Hoffmann aus Attendorn für den Entwurf und die Ausführung dieses Mahnmals beauftragt. Gedenkansprachen zum Volkstrauertag und Kranzniederlegungen zum Heimatfest erinnern an die Gefallenen und Vermissten der beiden letzten Weltkriege. Die Pflege übernahm der Reiter- und Heimatverein. Im Frühjahr 2003 wurde der Bereich um das Denkmal neu bepflanzt und gestaltet. Um die Kriegsschauplätze dieses Mahnmals der jüngeren Generation zu veranschaulichen, soll in naher Zukunft eine Gedenktafel mit Karte aufgestellt werden.
Ebenfalls wurde die Schaffung eines eigenen Friedhofs als sehr notwendig betrachtet, um auch der Toten in der Nähe gedenken zu können. 1945 begannen die Planungen. Der Bauer August Langenoht stiftete das Waldgrundstück, das 1946 im Frühjahr gerodet wurde. Das erste Begräbnis fand schon im Juni 1946 statt. Am 27. April 1947 fand die feierliche Einsegnung statt. In den ersten Jahren waren die Nachbarn eines Verstorbenen für die Aushebung des Grabes zuständig. Diese Regelung stieß bald auf Schwierigkeiten, so dass ab 1952 ein Totengräber diesen Dienst übernahm. Auch heute noch wird von Hand ausgeschachtet.
Der Kreuzweg in der Kabelle in Dumicke ist aus Holz gefertigt. Die einzelnen Stationen sind mit schwachen Farben farblich gestaltet. Oberhalb jeder Station gibt eine römische Zahl in einem Kreuz die Stationsnummer an. Die Stationen haben eine quadratische Grundform.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde im August 1945 zum Dank, dass das Dumicketal von Kriegszerstörungen verschont geblieben war dieser Bildstock oberhalb des Dorfes errichtet und eingeweiht. Zuerst war der Bildstock aus Holz gezimmert und wurde 1948 durch das mit Bruchstein gemauerte Häuschen ersetzt. Das Bild, vom Künstler Bergmann, geb. in Rhode, aus massivem Holz geschnitzt, zeigt die MTA als Schützerin über dem Dorf thronend. Die Pflege und Ausschmückung wird in aufopfernder und unentgeltlicher Weise unserer Küsterin, Frau Langenohl, gestaltet.
Vor einigen Jahren wurde der Bildstock renoviert. Das Dach wurde mit Naturschiefer neu gedeckt. Als der kleine Altar von alten Farbschichten befreit war, haben wir den Naturstein entdeckt und sanieren lassen. Das geschnitzte Holzbild erhielt einen neuen kostenlosen Anstrich durch die Kirchenmalerin Frau Holderberg aus Hitzendumicke. Der Bildstock dient auch als Segensstation bei der jährlichen Prozession.







