Fest des Hl. Thomas von Aquin
In der kürzlich zu Ende gegangenen Weihnachtszeit finden wir im Gotteslob unmittelbar unter dem Gemeindelied „Menschen, die ihr wart verloren“ ein Zitat des Hl. Thomas von Aquin: „Lieben heißt, jemandem Gutes wollen“.
Ich finde, dies spiegelt die Weihnachtsbotschaft besonders treffend wider: Gott wird Mensch, um uns zu erlösen. So vertont schon Johann Sebastian Bach in seinem Weihnachtsoratorium den Choral „Wie soll ich dich empfangen“ mit der Melodie des Passionsliedes „O, Haupt voll Blut und Wunden“ und drückt damit bereits in der Geburt die Erlösung durch das Pascha-Mysterium aus.
Nach Ostern und Himmelfahrt feiern wir das Fest Fronleichnam mit großen Prozessionen, die durch unsere Musikkapellen stets feierlich begleitet werden. Die meisten der dort gesungenen Lieder, wie „Deinem Heiland, deinem Lehrer“ oder das „Pange lingua“ stammen aus der Feder von Thomas von Aquin. In diesen Texten drückt er genau das aus, was er unter Gottes Liebe versteht: Gott liebt, indem er uns das höchste Gut will und es uns gibt.
Ich wünsche Ihnen am heutigen Fest des Hl. Thomas von Aquin, dass die Weihnachtsfreude in der Eucharistie – nicht zuletzt durch seine Gesänge – erlebbar bleibt.
Thomas Grütz
(Organist an St. Clemens Drolshagen)
Zum Beitragsbild:
Thomas von Aquin (postumes Gemälde von Carlo Crivelli, 1476) aus Wikipedia
Noch ein Hinweis in eigener Sache:
Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch solche Gedanken über das Leben oder über irgendetwas anderes haben, schreiben Sie es auf und schicken es uns. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Falls Sie in Ihrem Beitrag (ausnahmsweise!) fremde Texte/Textteile verwenden, beachten Sie bitte UNBEDINGT die Urheberrechte.
Sie können uns schreiben unter gedankenzumtag@gmx.de .



