29.000 neue Bäume für Olpe

18. Feb. 2026

Kirchen­ge­meinde St. Martinus setzt starkes Zeichen für den Wald der Zukunft

Dort, wo vor wenigen Jahren noch geschä­digte oder kahle Flächen das Bild prägten, wachsen heute junge Bäume in die Höhe. Ober­halb von Thier­ing­hausen nahe der „Lila Kuh“ ist in den vergan­genen Monaten sichtbar geworden, wie Wieder­auf­fors­tung konkret aussieht: frisch gepflanzte Reihen junger Bäume, einge­bettet in die Land­schaft des Sauer­landes. Insge­samt hat die katho­li­sche Kirchen­ge­meinde St. Martinus Olpe in der Pflanz­pe­riode von Oktober 2025 bis Februar 2026 rund 29.000 neue Bäume auf ihren Wald­flä­chen setzen lassen – ein starkes Zeichen für aktiven Klima­schutz vor Ort.

Auffors­tung mit Blick auf den Klimawandel

Die Pflan­zungen erfolgten in enger Abstim­mung mit dem Forstamt und orien­tieren sich konse­quent an den Heraus­for­de­rungen des Klima­wan­dels. Ziel ist es, die Wälder der Pfarrei wider­stands­fä­higer zu machen – gegen Trocken­heit, Schäd­lings­be­fall, Stürme und zuneh­mende Tempe­ra­tur­schwan­kungen. Statt anfäl­liger Mono­kul­turen entstehen arten­reiche Misch­wälder mit Baum­arten, die als klima­sta­biler gelten und dem Wald lang­fristig mehr Resi­lienz verleihen sollen.

Schwer­punkt Thier­ing­hausen und Griesemert

Die größte zusam­men­hän­gende Maßnahme befindet sich ober­halb von Thier­ing­hausen nahe der „Lila Kuh“. Auf rund vier Hektar wurden hier etwa 16.000 Bäume gepflanzt. Die Fläche wurde nach den Vorgaben der Wald­för­de­rung des Landes NRW aufge­forstet – inklu­sive Schutz­maß­nahmen wie Gattern, Verbiss­hülsen und Verbiss­schutz­mit­teln, um die jungen Pflanzen vor Wild­schäden zu bewahren.

Weitere Pflan­zungen fanden auf der Grie­se­mert statt: Auf zwei Flächen wurden rund 11.500 Bäume gesetzt. Ergänzt wird das Gesamt­pro­jekt durch klei­nere Ersatz­pflan­zungen und zusätz­liche Maßnahmen im Stadt­ge­biet Olpe mit etwa 1.500 weiteren Bäumen.

Vor Ort: Politik, Forst und Kirche im Austausch

Ein Bild von den Maßnahmen machten sich vor Ort Revier­förster Timo Schmidt, Eduard Köster vom Kirchen­vor­stand St. Martinus, Bürger­meister Tobias Schulte sowie der Land­tags­ab­ge­ord­nete Jochen Ritter. Ritter betonte: „Seit der Wald durch Hitze und Borken­käfer in Mitlei­den­schaft gezogen worden ist, hat das Land über 150 Millionen Euro für die Wieder­auf­fors­tung bereit­ge­stellt. Die Bedeu­tung des Waldes mit seinen unter­schied­li­chen Funk­tionen von Holz­nach­schub über Erho­lung bis Klima­schutz ist nicht zu über­schätzen. Ich freue mich, dass die Kirchen­ge­meinde St. Martinus von der Förde­rung Gebrauch macht, und hoffe, dass noch viele andere es ihr gleichtun.“

Bei dem gemein­samen Termin ging es nicht nur um die abge­schlos­senen Pflanz­ar­beiten, sondern auch um die aktu­ellen Heraus­for­de­rungen für den Wald: klima­be­dingte Schäden, stei­gender Pfle­ge­auf­wand und die Frage, wie der Wald lang­fristig stabil und arten­reich erhalten werden kann. Der enge Austausch zwischen Kirchen­ge­meinde, Forstamt, Stadt, Jagd­päch­tern und weiteren Betei­ligten erweist sich dabei als entschei­dender Erfolgs­faktor für die Umset­zung der Aufforstungsprojekte.

Verant­wor­tung über­nehmen – für kommende Generationen

Die Kirchen­ge­meinde St. Martinus bewirt­schaftet rund 135 Hektar Wald im Kreis Olpe. Der nach­hal­tige Wald­umbau ist dabei kein kurz­fris­tiges Projekt, sondern eine Aufgabe für Jahr­zehnte. Ziel ist es, den Wald so zu entwi­ckeln, dass er auch für kommende Gene­ra­tionen seine ökolo­gi­schen Funk­tionen erfüllen kann: als Lebens­raum für Tiere und Pflanzen, als Wasser­spei­cher, als Schutz für Böden – und nicht zuletzt als Ort der Erho­lung für die Menschen in der Region.

Die Auffors­tungen sind Ausdruck eines Selbst­ver­ständ­nisses, das tief in der kirch­li­chen Verant­wor­tung für die „Bewah­rung der Schöp­fung“ veran­kert ist. Der Wald, so das Leit­motiv, soll nicht nur verwaltet, sondern aktiv in eine lebens­fä­hige Zukunft geführt werden.

Klima­schutz braucht Geduld – und viele Bausteine

Die Wirkung von Auffors­tungen entfaltet sich über Jahr­zehnte. 29.000 junge Bäume werden lang­fristig CO₂ binden, das lokale Klima positiv beein­flussen und zur Stabi­li­sie­rung der Wald­öko­sys­teme beitragen. Kurz­fristig stehen vor allem Biodi­ver­sität, Boden­schutz und Wasser­haus­halt im Vordergrund.

Für eine einzelne Kirchen­ge­meinde ist ein Projekt dieser Größen­ord­nung ein starkes, sicht­bares Enga­ge­ment. Für die großen Heraus­for­de­rungen des Klima­wan­dels ist es ein wich­tiger Baustein unter vielen. Doch genau diese vielen Bausteine, verteilt über Regionen und Initia­tiven, entscheiden darüber, ob es gelingt, den Wald als Lebens­grund­lage zu bewahren – in Olpe und weit darüber hinaus

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