Gedanken zum Tag – 30. Juli 2025 – Mitt­woch der 17. Woche im Jahreskreis

30. Juli 2025

Gedanken zum Sonn­tags­evan­ge­lium nach Lukas (Lk 11,1–13)

Herr, lehre uns beten

Beten will gelernt sein – das wussten schon die Jünger, als sie Jesus baten: „Herr, lehre uns beten!“

Auch wir sind immer wieder Anfänger auf diesem heiligen Weg. Das Gebet ist kein fertiges Wissen, sondern ein geist­li­cher Wachs­tums­pro­zess – eine Schule des Vertrauens und der Liebe zu Gott.

Gebet hat viele Gesichter: Lob, Bitte, Klage, Stille. Es wandelt sich mit unserem Leben, mit unseren Erfah­rungen, mit dem, was unsere Seele bewegt. Was gestern noch trug, mag heute leer wirken. Und doch schenkt Gott immer wieder neue Wege, mit ihm in Verbin­dung zu treten. Er ruft uns hinein in eine leben­dige Bezie­hung – nicht in ein starres Ritual.

Obwohl Gott unsere Sorgen kennt, noch bevor wir sie ausspre­chen, lädt er uns ein, sie ihm anzu­ver­trauen. Er ist kein ferner Richter, sondern ein liebe­voller Vater, der mit uns spricht – und hört. Er über­geht uns nicht, er zwingt sich uns nicht auf, sondern wartet geduldig auf unser Vertrauen.

Wir sind keine bloßen Bitt­steller, sondern Kinder des leben­digen Gottes. Geliebte, für die er das Beste will – nicht nur das, was wir meinen, zu brau­chen. Viel­leicht ist sein Geschenk größer als unser Wunsch, tiefer als unser Verstehen.

Darum beten wir in der Haltung des Glau­bens und der Hingabe:
Vater, dein Wille geschehe – denn du willst unser Heil.

Klaus Alfes
(Gemein­de­mit­glied St. Martinus)

 

Noch ein Hinweis in eigener Sache:
Jetzt in der Urlaubs­zeit suchen wir verstärkt Autoren für unsere „Gedanken zum Tag“. Wenn Sie, liebe Lese­rinnen und Leser, auch passende „Gedanken“ haben, „trauen Sie sich, diese Gedanken aufzu­schreiben“ und uns unter gedankenzumtag@gmx.de zu schi­cken. Vielen Dank!

 

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